Trauer bei Trennungskindern: Was passiert, wenn Gefühle keinen Platz haben.
Shownotes
Trennung bringt nicht nur Veränderung. Sie bringt vor allem das große Gefühl der Trauer mit. Für euch beide.
Und genau diese Trauer wird oft weggeschoben – weil der Alltag weiterlaufen muss und weil viele Eltern gar nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.
In dieser Folge sprechen wir, gemeinsam mit Petra Berghaus darüber, warum Trauer bei Kindern so oft übersehen wird und genau das langfristig zum Problem werden kann.
Du erfährst, warum dein Kind nicht unbedingt weinen muss, um zu trauern, weshalb Kinder Gefühle ganz anders zeigen als Erwachsene und warum deine eigene Trauer eine entscheidende Rolle spielt, wenn du euer Kind wirklich gut durch diesen Prozess begleiten willst.
Diese Folge hilft dir, dein Kind besser zu verstehen – und dich selbst gleich mit.
Das nimmst du aus der Folge mit:
• warum Trauer bei Kindern manchmal nicht sichtbar ist • welche Signale dir zeigen, dass euer Kind trauert • was passiert, wenn Trauer keinen Raum bekommt • warum deine eigene Trauer der Schlüssel ist • wie du euer Kind begleiten kannst, ohne perfekt sein zu müssen
Unsere Unterstützung für dich:
Die Begleitung deines Kindes ist fester Bestandteil meiner Arbeit als Trennungsbegleiterin für Familien. Wenn du dir wünschst, die Gefühle eures Kindes sicher zu begleiten und gleichzeitig selbst handlungsfähig zu bleiben, dann vereinbare jetzt ein Kennenlerngespräch mit mir. Wir schauen gemeinsam auf deine Situation und finden Lösungen:
Kennenlerngespräch mit Susanne Pehse: https://www.trennungsbegleiterin.de/termine
Katja Westerbarkey – traumasensible Gefühlscoachin Mehr zu Katjas Arbeit rund um Nervensystem, Gefühle und Koregulation findest du hier: https://www.katja-westerbarkey.com/
Mehr zur Arbeit von Petra Berghaus und ihrem Trosttiger erfährst du hier: https://www.trost-tiger.de/ und folge Petra unbedingt auf Instagram: www.instagram.com/trost.tiger
Kostenfrei für unsere PodcasthörerInnen: Die Trost-Checkliste für den Alltag ist ein liebevoll gestaltetes Mitmachheft für Eltern und Kinder. Sie begleitet euch mit kleinen, alltagstauglichen Impulsen durch schwere Zeiten – ohne Druck, ohne Perfektion, aber mit viel Herz.
Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen bei Starke Trennungskinder,
00:00:06: dem
00:00:07: Podcast für getrennt lebende
00:00:08: Eltern.
00:00:10: Dieser
00:00:10: Podcast begleitet dich in allen Phasen deiner Trennung von der unausgesprochenen bis hin zur Patchwork-Familie!
00:00:18: Hier geht es um Gefühle, Verantwortung oder darum wie du deine Trenne bewusst gestalten kannst – immer mit den Blick auf euer gemeinsames Kind.
00:00:27: Dieser Podcast ist für alle Eltern, deren Kinder später einmal sagen sollen ich hatte eine schöne Kindheit trotz der Trennung meiner Eltern.
00:00:37: Schön dass du da bist und schön das du zuhörst!
00:00:43: Vielleicht wirkt euer Kind nach der Tренung anders?
00:00:47: Leiser zurückgezogene Oder genau das Gegenteil ist der Fall.
00:00:51: Vielleicht ist euer Kind laut, wütend und unruhig Und du merkst da ist etwas dass du nicht ganz greifen kannst.
00:00:59: Du bist selbst mittendrin in deiner Trennung In deinem eigenen Schmerz vielleicht im funktionieren Und gleichzeitig willst du euer kind gut begleiten.
00:01:08: doch wie geht es eigentlich?
00:01:10: Wie erkennst du ob das was du siehst trauer ist?
00:01:13: und was braucht Euer Kind in genau diesen momenten?
00:01:16: wirklich Genau da schauen wir heute gemeinsam hin.
00:01:21: Und wir haben uns dafür eine Frau an die Seite geholt, die sich mit diesen Gefühlen jeden Tag
00:01:26: beschäftigt.".
00:01:28: Wir sprechen heute mit Petra Berghaus und wir freuen uns süßig, dass du da bist, liebe
00:01:34: Petra!
00:01:35: Du bist Trauersängerin, Autorin, Familienbegleiterin und begleitest unter anderem ja auch Familien in sehr intensiven Verlustsituationen und auch in Hospizen.
00:01:48: Hat Peter das Buch Ich Tröste Dich geschrieben?
00:01:51: Ein liebevolles Mitmachbuch für Kinder, Eltern und alle die Trauer achtsam begleiten müssen mit dem lieben Trostiger.
00:01:59: Liebe Petra wir freuen uns wirklich riesig dass du da bist.
00:02:02: Du sprichst uns heute und berührst uns sehr im Gefühl, das weiß ich jetzt schon... Und ich möchte dir fragen, ob du uns mal ein bisschen in deine Welt mitnimmst und uns erzählst wer du bist.
00:02:15: Was dich tatsächlich zu der Arbeit geführt hat?
00:02:19: Ja!
00:02:19: Das mache ich sehr gerne.
00:02:20: Also erst einmal Danke für eure Einladung.
00:02:22: Ich freue mich sehr.
00:02:25: Ihr habt es ja schön benannt, also ich bin Trauer Sängerin und Trauerbegleiterin.
00:02:31: Erfinderin des Trosttigers genau!
00:02:33: Aber ich war erstmal in meinem ersten Leben, sag' ich immer... Ich hab so ein Leben zwei Punkt Null und ein Leben eins Punkt Nulle.
00:02:39: In meinem ersten Leben war ich nur Grafikerin.
00:02:42: Was heißt nur?
00:02:42: War auch schon schön das Leben, ne?
00:02:44: Sag' ich mal,
00:02:45: ne?!
00:02:46: Und auch Sängerin.
00:02:47: aber ich hatte gar nichts mit dem Thema Trauer zu tun.
00:02:50: und dann passierte das eben mittlerweile vor sechs Jahren, dass meine Mama eine Krebsdiagnose bekommen hat.
00:02:56: Und zwar so plötzlich.
00:02:58: also wir haben allen da mich gar nicht damit gerechnet weil sie auch keine Schmerzen hatte aber sie hat meinen Vater gepflegt der ist dement gewesen und dann hat sich so viel abgenommen bis der.
00:03:08: und dann haben alle gesagt mama so ja sage ich kann nichts essen es zu stressig und ja es hat auch nichts gefunden.
00:03:15: da haben wir ihr noch alle geglaubt.
00:03:17: aber dann irgendwann ich weiß nicht Nach so einem halben Jahr weiter habe ich gesagt, Mama, ich muss mal mit dir zum Arzt gehen.
00:03:23: Das stimmt wirklich doch irgendwas nicht?
00:03:25: Na ja, wir sind aber zum Arz gegangen und dann hat er auch plötzlich sofort eingewiesen ins Krankenhaus wo wir uns noch dachten.
00:03:31: komisch vorher hatte er gar nichts gemacht.
00:03:34: Kurzum es war Speiserienkrebs und sie hat von dem Moment der Diagnose an nur noch vier Wochen gelebt.
00:03:40: Da ist sie gestorben.
00:03:42: Ja das kann man gar nicht!
00:03:45: Eigentlich konnte mir das gar nicht verarbeiten.
00:03:48: Und in diesen vier Wochen sind wir aber so eng zusammengewachsen.
00:03:52: nochmal, ich habe zum Glück ein Hospizplatz bekommen in Solingen wo ich wohne und da haben wir dann drei Wochen verbracht.
00:03:59: Und Silvester, es war im Jahr zwei Jahrzehnte gestorben.
00:04:03: Das hat eben mein Leben total geändert.
00:04:05: ihr seht mich jetzt lächeln weil es auch so schön war diese Zeit.
00:04:09: Es war traurig schön und die Mama hat immer gesagt meine Mutter ist auch sehr lebensfroh und sehr dem Leben zugewandt gewesen.
00:04:18: Und sie hat dann gesagt, ja Petra singen doch hier!
00:04:21: Und ich war ja Sängerin auch.
00:04:23: Hab da meine Okulele mitgebracht und dann hab' ich immer im Hospiz gesungen für Sie und alle haben so Fenster aufgemacht und haben mal reingeguckt, oh was macht denn diese Frau?
00:04:32: Dann war Weihnachten, haben wir ja auch da verbracht.
00:04:35: Dann haben die Schwestern gesagt, ach kannst du nicht hier ein bisschen singen Weihnachten?
00:04:39: Da habe ich schon gespürt was Musik so mit einem macht.
00:04:43: Wie schön das ist, wie trösend das ist.
00:04:46: Die Mama war eh begeistert, dass ich da immer gesungen habe und dann hat sie in der Zwischenweihnacht und Neujahr ging es ihr schlechter.
00:04:54: Und da hat sie gesagt Petra wenn ich denn sterbe singst du doch auf meiner Beerdigung Ja.
00:04:59: und das war dann eben dieser letzte Wunsch den ich ernst genommen habe.
00:05:04: Dann hab' ich gedacht Ich versuche das So und so ist das passiert.
00:05:09: Dann ist sie gestorben Silvester, am fünftzehnten Januar habe ich dann für sie gesungen.
00:05:15: Und ich hab es dann irgendwie geschafft ihr liebt mich weiß nicht wie und das hat wirklich alles verändert.
00:05:19: der Moment hat alles verändert weil ich habe nochmal gespürt Ich kann was tun in meiner Trauer!
00:05:25: Ich kann mich selbst damit trösten die ganzen Menschen trösen in der Kirche.
00:05:31: Die ganze kirche war voll.
00:05:33: Ich habe die Mama so gespürt, ich hab mich verbunden in der Trauer mit der Mama.
00:05:37: Mit meinem Schmerz und dem Schmerzen der anderen.
00:05:40: Und glaube wenn ein schöneres Geschenk kannst du eigentlich gar nicht niemandem machen und auch für dich selber gibt es kein schöneres Geschenck.
00:05:47: Ja dann ist die Geschichte so losgegangen.
00:05:50: Dann haben immer mehr Leute gefragt Kannst du das auch hier machen?
00:05:54: Kommst Du auch zu uns?
00:05:57: Ja und so sind immer mehr Dinge passiert, wisst ihr?
00:05:59: Dann ist die Preise auf mich aufmerksam geworden.
00:06:01: Dann war ich bei Voice of Germany, kann man angucken... Ich war die Trauersängerin bei VoiceofGermany.
00:06:06: Ich habe das alles gemacht für das Thema nicht weil ich jetzt unbedingt auf die Bühne wollte, weil ich hatte damals noch große Bühnenangst.
00:06:14: Das ist nochmal ein anderes Thema.
00:06:15: aber ich hab gesagt, ich mache das jetzt für die Mama.
00:06:19: Ich mach' das jetzt um Leuten zu sagen, guck mal was man alles noch tun kann in diesem Schmerz!
00:06:25: und den Leuten Mut zu machen, sich auch zu trauen diesen Schmerz zu öffnen.
00:06:31: Das war so meine Vision bis jetzt.
00:06:32: Und ja dann ist der Trustiger in mein Leben noch gekommen.
00:06:36: Den seht ihr da hinten ein bisschen.
00:06:37: die Mittagung glaube ich ne?
00:06:38: Guck mal da!
00:06:41: Der mich einfach auch so getröstet hat er erst als Vision, als Wort.
00:06:46: in meinem Ohr war diese seine.
00:06:47: Kennt ihr die Geschichte?
00:06:48: Ich weiß nicht ob du sie kennst oder ob Menschen das kennen.
00:06:50: also ich bin aufgewacht habe das Wort Trustiga gehört Und dachte, jetzt drehst du erst mal kurz durch.
00:06:59: Weil ich war damals komplett so in dieser Trauer... Ich hab die so gespürt!
00:07:03: Ich war so traurig und dann konnte ich so schlecht schlafen.
00:07:07: Dann höre ich das Wort und denke, was ist das denn?
00:07:11: Das Wort gab es nicht.
00:07:12: Ein Wort im Ohr, was es vorher nicht gab auch nicht bei Google.
00:07:16: Es gab's nicht.
00:07:18: Und weil ich ja Illustratorin bin, Grafikerin bin habe ich den gezeichnet Und das Logo, was ihr jetzt noch kennt, wo der Tiger sich an den Jungen lehnt.
00:07:26: Das ist das erste Bild, was ich im Kopf hatte.
00:07:29: und da habe ich gesagt okay, der Tiger muss jetzt in die Welt er ist jetzt geboren erst mal nur für mich.
00:07:34: Ich war ganz egoistisch.
00:07:35: Ich wollte ihn für mich haben und dann wollten alle auch diesen Tiger haben.
00:07:39: und da hab' ich mit meiner Tochter zusammen gesagt komm wir machen es jetzt!
00:07:44: Wir bringen den jetzt in Die Welt.
00:07:46: so.
00:07:46: und mittlerweile habt ihr schon gesagt es gibt ein Kinderbuch Neue Mitmachbuch, ich tröste dich.
00:07:52: Da hat der Trustige auch eine Rolle.
00:07:54: So ist es alles in mein Leben gekommen, sodass ich jetzt keine Grafikerin bin mehr da wo ich war.
00:08:01: Da hab' ich gekündigt!
00:08:02: Ich arbeite für mich selber.
00:08:04: Ich zeichne alle selber im Kanal und noch für andere.
00:08:08: Aber das ist ein anderes Leben.
00:08:11: Das ist ein ganz anderes Leben was ich habe.
00:08:13: Jetzt aber ein viel schöneres, wertvolleres, glücklicheres Leben.
00:08:18: So, das war mein gutes
00:08:20: Eindruck.
00:08:22: Vielen Dank, es ist sehr intim was du mit uns teilst und ich glaube dass ganz viele das auch wahnsinnig gut nachvollziehen können weil wir alle ja auch mal getraut haben auf verschiedene Art und Weise.
00:08:31: und da unser Fokus ja auf Trennungskinder Kann ich mir gut vorstellen, also ich weiß es selber dass wir Elternteile ja auch sehr sehr trauern erstmal um die Beziehung und dann auch um das man das Kind auch viel weniger sieht wie vorher oder sich einfach was Großes verändert.
00:08:51: Und was du so schön beschrieben hast ist diese Verbindung mit der Trauer, dass wir dieses Gefühl halten dürfen und ich glaube da ganz viele davon so große Angst haben Was passiert, wenn ich traurig bin?
00:09:04: Wenn ich
00:09:05: da
00:09:05: falle und nicht wieder aufstehe.
00:09:07: Wenn ich das zulasse also diese Wissenheit weiß du kann Ich dieses Gefühl tatsächlich halten.
00:09:15: und da wollte ich dich gern fragen Bevor ich auf das Kind eingeh
00:09:20: wie
00:09:21: Du hast gesagt du hast dich verbunden mit der Trauer antworte zum stückweit meine frage nach wie gehst du mit rauer um?
00:09:28: Was hat dir das Vertrauen gegeben oder hattest du das vertrauen, dass du es schaffst?
00:09:33: Dass du durch diese Trauer durchkommst und auch stabil bist für deine Kinder.
00:09:40: Ja also das ist auf jeden Fall erstmal ein.
00:09:42: Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich auch Trennungen hinter mir habe.
00:09:44: Das heißt ich kann genau diese Trauert damit vergleichen.
00:09:48: Ich hab mich getrennt da waren die Kinder zwei und drei Jahre alt vom Vater der Kinder.
00:09:52: Das heisst auch.
00:09:53: da kenne ich genau dieses Trauergefühl von wegen.
00:09:57: Mein Lebenstraum ist erstmal weg, also die Trauer um das was ich jetzt nicht mehr haben werde.
00:10:04: Vor allen Dingen um die Trauern, die Traue um die Kinder dass sozusagen sieht diese Familie diesen Traum von Familie was man so hat natürlich Nicht mehr haben werden.
00:10:15: Das ist genau das gleiche Trauergefühl Was ich dann hatte als Mama gestorben ist.
00:10:19: tatsächlich da zerbricht ja etwas in dir Und das ist eine Trauer, die man in dem Moment erst mal kaum aushalten kann.
00:10:27: Da es so ein Schmerz ist und ich habe jetzt auch natürlich damals gedacht dass ich das erstmal gar nicht aushalte.
00:10:35: aber ich habe schon von Anfang an komischerweise auch damals bin ich immer bewusst in diesen schmerz gegangen.
00:10:41: also ich kann dir nicht sagen wer das kommt aber ich wusste intuitiv Du wüsst dich jetzt nicht ablenken Du wirst dich nicht vertrösten lassen, also wir kommen sicherlich noch auf das Thema Trost oder Vertrößen.
00:10:54: Das ist ein ganz wichtiges Thema hier.
00:10:57: Sondern ich habe bewusst gesagt ja Ich weine jetzt!
00:11:01: Ich bin traurig und auch dass vor den Kindern nicht verheimlicht sozusagen Ja?
00:11:06: Also immer wenn solche Situationen waren Immer ganz offen und ehrlich auch mit den Kindern auch meine Traurigkeit gezeigt Und ich weiß ausgesprochen dass viele Eltern sich das nicht trauen Dass viele Eltern sich stark sein wollen und diese Maske aufsetzen von mir.
00:11:25: Das geht mich hier gar nichts an.
00:11:26: so ungefähr, also ich bin die starke Mama jetzt und damit aber ihre Gefühle sehr unterdrücken.
00:11:34: Es wird ein Gefühl, dass man so fremdbestimmt ist.
00:11:38: Die Angst, diese Kontrolle zu verlieren, ja, die kenne Aber langfristig ist es sehr kontraproduktiv für dich und auch für die Kinder.
00:11:47: kein guter Weg.
00:11:49: Was
00:11:49: hat dir das Vertrauen gegeben, du schaffst es?
00:11:51: Ja also das Vertrauen, dass es, weißt Du, dass trotzdem gut ist, dass wir trotzdem diese Liebe weiter spüren.
00:12:03: Die Liebe zum Kind, auch die Erlaubnis für das Kind dass es dem Papa weiter lieb haben darf also dass sich an der Liebe in der Familie nichts ändert nur weil ich jetzt diese Mann nicht mehr liebe und mit dem nicht mehr zusammen sein können.
00:12:19: In dieser Form die Liebe die vorher war klar indem wir in der Trennung ist es schwierig jetzt seinen Partner noch so zu lieben verstehe ich habe mich auch nicht im Moment gehabt Aber es geht ja um die Kinder, um Deine Verbindung zum Kind.
00:12:31: Und da haben wir auch ganz intensiv gespürt wie die Kinder total halt aber trotzdem bei mir gefunden haben.
00:12:39: und auch obwohl ich traurig war hatten wir ganz glückliche fröhliche Momente.
00:12:46: und das ist eben das was die Trauer auch ist.
00:12:48: Die Trauer ist nicht permanent Wir stürzen in ein schwarzes Loch und werden aus diesem Loch nie wieder rauskommen ist nicht das Gesicht der Trauer.
00:12:57: Das hat die Angst haben wir, aber ich habe immer die Vertrauen gehabt dass es Gleichzeitigkeit gibt, gleichzeitig traurig und glücklich sein, gleichzeitig um etwas trauern und sich auch etwas freuen.
00:13:11: Alles darf sein!
00:13:12: Und das hat mich glaube ich total getragen.
00:13:15: so bin ich immer schon gewesen und das hat mir natürlich sehr geholfen, dass sich das so durch mein Leben getragen hat immer.
00:13:26: Und das ist ja auch das, Petra, was uns Kinder zeigen von dieser Gleichzeitigkeit, von der du gerade sprichst.
00:13:31: Ja?
00:13:32: Ich kann traurig sein und fast mühelos.
00:13:35: Gleichzeitig sind sie auf einmal in einem anderen Gefühl und es ist das wo wir Eltern von unseren Kindern lernen dürfen.
00:13:43: und gleichzeitig wenn ich dir so zuhöre da steckt doch auch so ein tiefer Glaubenssatz drin In den meisten Eltern nach der Trennung, ich muss jetzt funktionieren.
00:13:52: Ich muss alles am Leben halten!
00:13:54: Ich muss auf Arbeit gehen... ...ich muss den Alltag ja auch noch bewältigen.
00:13:59: und wenn man mal ehrlich ist in so einer ganz frischen Trennungs-Situation ist ja kaum Platz für Trauer.
00:14:06: also wenn ich mir so die den Alltag von Eltern anschaue wir müssen nicht mehr getrennt sein
00:14:13: da ist ja
00:14:14: kein Platz für dieses große Gefühl So,
00:14:17: also wir nehmen uns diese Zeit nicht.
00:14:20: Also Platz ist ja alles der Sache der Priorisierung und deswegen helfen da auch wirklich so Rituale in dem Sinne dass man sagt pass auf einmal für dich selber als Mutter als Vater.
00:14:32: ich nehme diese Trauer so wichtig, dass sich mir dafür wirklich Zeit nehme.
00:14:40: Also ich habe so eine Checkliste gemacht, die kann ich euch auch mal den Link geben dann könnt ihr denen das vielleicht verlinken.
00:14:46: Eine Trostcheckliste ist ganz neu für Familien.
00:14:49: Die könnte ihr für alle Trauermomente benutzen.
00:14:52: Das hilft total einfach.
00:14:54: weiß es gibt immer für alles Checklisten aber dafür hab' ich noch nie ne checkliste gesehen sondern wirklich da geht's ums Gefühl.
00:15:01: also habe ich denn heute schon mir mal einen schönen warm Tee gemacht?
00:15:07: Das ist so ganz einfache Sachen, Check oder nicht.
00:15:11: Habe ich mir die Zeit genommen trotz dieser Trauer, trotz dieses ganzen Stresses?
00:15:15: Mir erst mal noch einmal schön Milchcafé gemacht morgens.
00:15:18: Also das sind so kleine Kleinigkeiten.
00:15:19: Wisst ihr, die wärmen von innen.
00:15:22: Ich nehme mir die zeit und dabei kann man auch seinen Gefühl kommen und dann offen dafür zu sein oder auch sagen jetzt setzen wir uns zusammen.
00:15:32: also wir haben oft auch früher habe ich mit den Kindern Familien.
00:15:36: Also wir waren ja eine kleine Familie, drei erst mal.
00:15:38: Aber es ist auch ne Familie, ne?
00:15:40: Als wir haben einen Familien quasi treffen gemacht wo war auch gesagt zusammen.
00:15:44: so wie geht's uns heute das können auch schon die zwei und dreijährigen also die Nina war mit zwei schon sehr ihr konntest sehr gut sich ausdrücken Und alles weißt du sich wirklich Zeit für die Trauer nehmen.
00:15:56: weil Es ist auch in Ordnung zu sagen ich gehe zum Arzt Ich bin krank Ich bin trauerkrank.
00:16:03: Also Trauer müsst ihr euch vorstellen, das ganz wichtig ist.
00:16:06: wie ein Hochleistungssport sag ich immer.
00:16:09: Das ist also stellt euch mal vor man hat nie Sport gemacht und plötzlich läuft so Marathon.
00:16:14: Was meinst du wie es dir danach geht?
00:16:16: Das können wir uns glaube ich körperlich vorstellen.
00:16:18: So und das ist so ist Trauer auch.
00:16:21: Da hast du Muskelschmerzen, Kopfschmerz alle möglichen, dein Körper ist komplett fertig Das auch wahrzunehmen und sich einzubeschehen.
00:16:32: Also Moment mal, ich bin wirklich... also mein Körper leistet hier krasse Sachen!
00:16:36: Mein Geist?
00:16:37: Mein Kopf?
00:16:38: Mein
00:16:38: Körper?!
00:16:39: Und dafür darf ich vielleicht wenn ich das nicht schaffe mich mal krank schreiben lassen.
00:16:44: Das trauen sich ja auch viele gar nicht weil der denke ich muss jetzt hier weiter machen.
00:16:49: Nein da kann man sich ein Auszeit nehmen.
00:16:53: Sonst sagst du was ganz schönes, Petra.
00:16:55: Das möchte ich gern aufgreifen.
00:16:56: also Trauer ist ein sehr intensives
00:16:58: Gefühl
00:16:59: und ein sehr körperliches Gefühl und wir haben oft Angst vor Trauer, weil Trauer anstrengend ist zu fühlen
00:17:06: ja?
00:17:07: Auf der gleichen Seite ist Trauer wenn ich sie gefühlt habe auch ein unfassbar erleichtern das Gefühl.
00:17:14: jetzt bin ich der absoluten festen Überzeugung dass es wichtig ist Trauer im Körper wahrzunehmen und sie vielleicht sogar auch raus zu lassen.
00:17:22: In Form von Tränen, in Form von... Manche sind auch dann wütend ja?
00:17:27: Und Tanzen schlagen um sich wie auch immer?
00:17:30: Ja genau!
00:17:31: Was fällt dir auf wenn Kinder vielleicht gerade in so einer Trennungssituation trauern?
00:17:39: aber still traueren weiß ich
00:17:41: nicht.
00:17:41: Ich weiss was du meinst.
00:17:45: Was kann ich als Elternteil tun, um meinen Kind zu unterstützen?
00:17:50: Wenn ich merke es ist eine Veränderung da, habe sie das nicht offensichtlich.
00:17:54: Oder mein Kind lässt mich dann nicht so richtig an sich ran.
00:17:57: Hast du ein Tipp was ich tatsächlich erst mal mal oder Papa tun kann?
00:18:01: Oder vielleicht sogar als Geschwisterkind?
00:18:05: Das ist ne spannende Frage.
00:18:06: also erstmal grundsätzlich ja Kinder weinen nicht alle wenn sie traurig sind Genau.
00:18:12: Das denkt man ja, manche sagen auch so stolz ungefähr also das macht ihr gar nichts aus jetzt gar nicht geweint dass natürlich ein ganz da muss.
00:18:22: mal kommen wir ganz schnell auf eine ganz falsche Pferde weil viele Kinder tatsächlich gar nicht mit Tränen ihre Trauer zeigen.
00:18:29: Das hat auch Gründe auf die ich gleich noch eingehen kann.
00:18:33: Auf jeden Fall viel wichtiger ist es des Non-Verballed zu beobachten, das Verhalten zu beoberten.
00:18:39: Wie du schon sagst, es kann ja also sprüht.
00:18:41: die Kinder, die sehr trauer sind zeigen dass einfach in ihrer Art wie sie beispielsweise entweder sehr wütend werden.
00:18:48: Also Wut ist eine maskierte Trauer, das wissen viele auch nicht.
00:18:51: Das hat mir total die Augen geöffnet damals.
00:18:55: Meine Tochter war eher so rebellisch immer oft so wütent und mein Sohn der war immer sehr still.
00:19:04: Die Nina ist damit eigentlich sehr gut klargekommen, weil die hat das immer alles raus gelassen.
00:19:10: Das war vielleicht für mich dann anstrengend aber ich dachte, der nennt es ja gut!
00:19:14: Also ich habe immer gesagt Petra du bist nicht gemeint weißt du?
00:19:18: Du bist gar nicht gemein als Person.
00:19:23: Hat ja auch später zu mir gesagt Mama ich hab dich ja total lieb gehabt, aber ich weiß auch nicht.
00:19:27: Musste raus.
00:19:30: Dann ist es aber so bei den stillen Kindern, die auch nicht wein und still sind.
00:19:34: Ist das dann natürlich nochmal ganz besonders unsere Aufgabe des zu beobachten was sich verändert?
00:19:40: Also tatsächlich gibt's so dass auch viele körperliche Dinge passieren.
00:19:46: also es gibt immer wieder Kinder die wieder zum Beispiel einnässen obwohl sie schon das schon längst hinter sich haben vielleicht drei vier Jahre alt sind.
00:19:53: Dann auch das Beobachten das auch nicht dramatisch stehen sondern als ist dann Signal Meister?
00:20:01: Oder auch etwas, dass sie plötzlich einfach nicht mehr mit ihren Freunden spielen wollen oder so.
00:20:11: Sich zurückziehen wollen, dann erstmal alles beobachten und alles auch nicht rausholen weil das ist praktisch ein Selbstschutz des Kindes.
00:20:20: Das Kind weiß sehr gut was es aushalten kann und was nicht.
00:20:24: da können wir uns sehr auf dieses Gefühl der Kinder verlassen Weil viele Eltern haben Angst, etwas zu viel zu machen.
00:20:32: Etwas sie zu bedrängen.
00:20:34: also die Kinder zeigen dir das schon indem Sie zum Beispiel auf dich zukommen und auch ihnen geben uns das Signal sie möchten sprechen.
00:20:42: Die werden uns das signal geben.
00:20:44: wir müssen halt nur genau hinschauen weil wenn die merken dass ist hier ein Ort wo keine Sicherheit ist oder es ist ja ein Ort meine Trauigkeit hier keiner aushalten kann, dann werden sie nicht sagen.
00:21:00: Das heißt wir müssen sehr gut auf uns achten und auf uns schauen.
00:21:04: wenn wirklich das Kind sich gar nicht zeigt in der Trauer Dann müssen wir dringend hingucken Kann ich denn überhaupt den Raum für mein Kind halten?
00:21:13: Biete ich den überhaupt ein Raum wo die Trauer des Kindes sein darf?
00:21:17: Oft ist es nämlich so dass dieser Raum nicht da ist Für das Kind.
00:21:21: Ja Dann kann das zum Beispiel sein Kita, Leute sagen also in der... Dass es sich das Dat zum Beispiel zeigt und dann sagen vielleicht jetzt hier mit ihrem Kind so.
00:21:32: Also immer schön auch mit den Leuten sprechen.
00:21:35: Da ist es z.B.
00:21:35: ganz anders weil es vielleicht da weint?
00:21:39: Weil es denkt ihr kann hier weinen und zu Hause ist es wieder anders.
00:21:42: Also auch ins Gespräch gehen gucken wie fällt sich denn mein Kind woanders bei Freunden in der Kita.
00:21:49: Also meistens ist es so dass du selber so ein Trauer bist um die Situation, dass kein Raum für die Trauer des Kindes ist.
00:21:59: Da müssen wir uns ganz tief selbst in die Augen schauen und an uns arbeiten.
00:22:04: und ja wirklich gucken das der Raum, dass diese quasi im Grunde Sicherheit für den diesen Moment der Trauer auch da ist.
00:22:16: Sonst wird sich das Kind nicht fallen lassen können genau.
00:22:21: Und
00:22:22: Petra was passiert denn wenn Kinder gar keinen Raum zum Trauern haben.
00:22:27: Also da steckt ja jetzt ganz viel
00:22:28: drin
00:22:29: dein Wutten, ne?
00:22:30: Zum einen eben dass die Eltern ihre Trauer zeigen dürfen, zum anderen... wie ich vorhin schon gesagt habe sind manche so umfunktionieren oder haben diesen Glaubenssatz.
00:22:40: Ich darf das nicht!
00:22:41: Da hab' ich die Erfahrungen in meinen Bekleidung gemacht, dass das dann stellvertretend die Kinder auch für die Eltern tun also dass da eine Projektion stattfindet.
00:22:50: aber was passiert denn jetzt wenn ein Kind wenn es gar kein Raum zum Trauern gibt.
00:22:57: Also hier
00:22:58: finde ich hinter
00:22:59: immer einen Raum.
00:23:00: oder kann es auch sein, dass sie dann nur sich als Raum nehmen und versuchen sich selbst zu halten?
00:23:06: Und wenn ja, klappt das überhaupt?
00:23:10: Ja genau!
00:23:10: Das ist es nämlich also.
00:23:12: tatsächlich gibt's dann tatsächlich nur diesen eigenen Raum, also das heißt das Kind Versucht es sozusagen selber zu klären, selbst sich zu regulieren was super schwer ist und was dann tatsächlich körperlich zeigt.
00:23:29: Also das erst mal im ersten Moment das Kind über Schmerzen klagen wird.
00:23:35: also es würde nicht sagen ich bin traurig es würde dann sagen Ich habe Bauch wie Mama, ich hab Kopf wie Mama.
00:23:41: Es wird sich so zeigen.
00:23:42: Das ist dann auch schonmal gut dass das zeigt weil dann haben wir wenigstens ein Hinweis.
00:23:49: Und natürlich im Worst Case sagen die Kinder gar nichts und das hat natürlich schwerwiegende Folgen, das ist ganz klar.
00:23:55: Also das heißt vielleicht gar nicht in dem Moment sondern dass es dann Zeit versetzt.
00:24:01: also da entstehen Ängste auf jeden Fall.
00:24:04: Kinder, die Ängster entwickeln auch bei Kindern, die ein bisschen älter sind schon, die wirklich ja also psychische Erkrankungen entstehen dadurch, also das ist auch so.
00:24:18: Das heißt irgendwo muss es ja hin, also irgendwo muss ja diese... Da sind nicht auch Ängste.
00:24:25: darum wie wird das Leben weiter aussehen?
00:24:27: Wäre ich den Papa noch sehen werde ich die nicht mehr sehen.
00:24:29: da gibt's ja so viele Dinge.
00:24:32: dann entstehen aber eben soziale Ängster Ja, da müssen wir wirklich aufpassen.
00:24:41: Aber das passiert einfach leider und selbst... Und wenn es dann passiert ist ja nie zu spät, weißt du?
00:24:46: Also Wenn du das erkennst an deinem Kind, natürlich sofort gucken okay was hat das mit mir auch zu tun also als Mutter, als Vater weil Es hat eben ganz viel mit dir selbst zu tun.
00:25:03: Also ich werde nie vergessen Meine Tochter entwickelte auch so Das Gefühl sie traute sich nicht mehr zur Schule zu gehen.
00:25:12: Und ich habe sie dann immer gefahren, weil sie nicht mehr Bus fahren wollte.
00:25:17: Natürlich willst du alles tun!
00:25:18: Du willst das Ding dann alles abnehmen?
00:25:21: Aber ich hab natürlich auch erstmal nicht ganz verstanden was ist denn jetzt der Grund dahinter, ne?
00:25:25: Jetzt hat mir natürlich erst mal nur Leid... Man hat ja einen Mitgefühl, einen Mitleid, was ja da nicht immer gut ist.
00:25:31: Ist dir wie ich meine so,
00:25:33: ne?!
00:25:33: Man will ja alles gut machen natürlich.
00:25:35: aber in dem Moment und ich weiß noch es war auch dann bei einer Ärztin waren und auch eine Therapeute.
00:25:40: Und die sagt er dann auch so ganz krass auf mich zu, das hat ja auch ganz viel mit ihnen zu tun.
00:25:45: Ich war so schock, ne?
00:25:49: Das wollte ich ja nicht!
00:25:50: Da habe ich dann ganz viel an mir gearbeitet weil tatsächlich, ich musste ihr die Chance geben diese Angst zu überwinden und in dem Falle zum Beispiel zu sagen morgens, ich muss jetzt schon zur Arbeit, ich kann dich nicht fahren.
00:26:00: Wisst ihr was Schmerz in dir unendlich, also mein Herz wurde rausgerissen wisst ihr.
00:26:07: Aber ich musste ihr die Chance geben, das selber zu probieren.
00:26:12: Selber über diese Angst rüberzukommen mit Unterstützung natürlich.
00:26:16: Aber dieser Moment... Ich gehe jetzt aus dem Haus und geh zum Bus.
00:26:20: Das musst du dir selbst schaffen wieder sozusagen.
00:26:24: Da ist weiter mal so.
00:26:24: ein kleines Beispiel.
00:26:27: Weil wir sehr gerne dann auch den Kind alles abnehmen wollen.
00:26:31: Wir haben ja auch dieses Schuldgewühl Das darf man auch nicht vergessen.
00:26:34: Da sind ja so viele Schuldgefühle.
00:26:35: Mein Gott, die haben mich wirklich Jahre beschäftigt!
00:26:39: Jetzt kann ich sagen... Ich bin frei davon, ist der?
00:26:42: Weil es ja keiner schult.
00:26:45: Das Wort Schuld, das will ich ja gar nicht mehr hören.
00:26:47: Das ist ja das Unwort.
00:26:50: Das Unwort des
00:26:51: Jahres?!
00:26:52: Ja, wirklich.
00:26:52: Also wirklich ne?
00:26:54: Weil sowohl für uns selber als für alle ist kein gutes Wort und vor allen Dingen bringt das gar nichts.
00:27:01: Also wir können mit dieser Schuld sind wir so gelehmt, ne?
00:27:06: Und deswegen also zu sagen auch sich auch zu verzeihen.
00:27:09: Ist dir?
00:27:10: Zu verzahnen das und dass wir aber doch da sind für das Kind und es unterstützen in dem was... Was es jetzt braucht, das ist gar nicht so einfach manchmal.
00:27:22: Es
00:27:23: ist super schwer!
00:27:24: Peter
00:27:24: darf ich ganz kurz zusammenfassen wenn ich dich richtig
00:27:26: verstanden habe wie wir können den Kindern den Raum geben zu trauern indem wir selber auch trauen vielleicht sogar mit den Kindern gemeinsam trauen ihnen aber auch sagen dass sie das wir einfach traurig sind weil es nicht geklappt hat mit dem der Mama oder mit dem Papa und dass es nichts mit ihnen zu tun hat.
00:27:45: im besten Form traueren wir gemeinsam.
00:27:49: Wer Frage sich mir jetzt aber stellt, es gibt ja auch Kinder die sich dann denken ich darf jetzt gar nicht traurig sein.
00:27:56: Weil die Mama oder der Papa sind ja schon so traurige und wenn jetzt ich noch trauer setze ich einen drauf?
00:28:03: Oder zum Beispiel die Mama ist viel trauriger wie der Papa.
00:28:07: Ich muss eher bei der Mama bleiben weil um den Papa muss ich mich nicht sorgen.
00:28:13: Also verstehst du, wenn jetzt
00:28:15: ein Elternteil
00:28:16: den Raum geben kann und der andere Elternteil nicht alles treibt zum Mittelwert?
00:28:20: Und das Kind dann eher zur Mama geht um die Mama zu halten.
00:28:25: Was kann ich also als Elterenteil tun?
00:28:28: zum einen, der sieht mein Kind geht lieber zur Mama oder zum Papa, um da auszugleichen?
00:28:35: Wie kann ich da den Raum bieten?
00:28:37: Und wie kann ich verstehen, als derjenige dieselbe so in der Trauer... Ich nenn's mal Gefangen ist und schlecht sieht, dass es was mit meinem Kind passiert.
00:28:51: Ja das ist auf jeden Fall total wichtig, dass du es fragst weil das bestimmt ganz oft vorkommt.
00:28:59: also es bekommt bestimmt gefühlt in jeder Familie erstmal vor.
00:29:04: Damals glaube ich auch habe ich mir diese Frage gar nicht gestellt aber
00:29:10: Da gab es unseren Podcast ja auch noch nicht.
00:29:12: War es unser Podcast noch nicht, ne?
00:29:14: Und ich war auch noch gar nicht an dem Punkt wo ich jetzt war und ich konnte... Ich kannte mich mit Trauer nicht aus!
00:29:18: Und ich fahre auch noch nie Familientrauerbegleiterin.
00:29:21: Es wäre also viel einfacher gewesen aber ich hatte das auch schwer damals noch.
00:29:24: Ich war genauso unwissend wie uns verzweifelt wie viele jetzt vielleicht genau.
00:29:31: Was wir glaube ich intuitiv damals gut gemacht haben dass wir immer im Gespräch waren Also immer, ich war schon immer in Verbindung mit den beiden.
00:29:44: Wo wir gerade sind?
00:29:45: Mit dem Gefühl wie wir uns fühlen.
00:29:47: also bis dir man kann Ich glaube viele trauen sich gar nicht diese Fragen zu stellen Wie geht es dir damit?
00:29:59: Ich weiß nicht ob jeder das seinem Kind schon gefragt hat.
00:30:03: Oft sind so Trennungen, dann werden die gemacht.
00:30:05: So wird vielleicht auch noch einmal ein Gespräch geführt.
00:30:09: Macht man ja so eine Trennungssprich?
00:30:11: Wie erklären es dem Kinder im besten Falle gemeinsam?
00:30:14: Wir haben das auch gemeinsam gemacht und dann ist es ja oft das gewesen.
00:30:21: also ich kenne es offen so dass jetzt die Trenning und dann wird sozusagen lebt das Kind mal hier mal da aber Im besten Falle wird das Gespräch wiederholt.
00:30:33: Vielleicht, wenn es geht sogar mit dem Vater noch mal geführt und sonst zumindest getrennt, dass man wirklich die Kinder mit einbezieht in diesen Gefühlsprozess zu sagen.
00:30:54: Vor allen Dingen die Kinder fragen, wie es ihnen damit geht.
00:30:59: Und wenn sie nicht sprechen?
00:31:00: Es gibt so viele Möglichkeiten zu zeichnen und zu singen... Also ich bin ja mehr als im Aus- und Gesang.
00:31:06: Ich habe mit denen immer ganz viel gesungen.
00:31:07: Wir haben auch Lieder erarbeitet, Lieder selbst geschrieben, komponiert also wir haben ganz viel Musik gemacht.
00:31:15: Weißt du das...?
00:31:16: ist wichtig, dass das Kind auf jeden Fall das Gefühl rauslassen kann.
00:31:20: Und wenn du und du wirst als aufmerksame Mutter oder Vater ja auch spüren, wenn dein Kind sozusagen so Zeichen gibt von wegen, oh ich bin bei dir Mama!
00:31:33: Also es gibt absolute Zeichen, ich kann Rollenspiele helfen da sehr, also ein Beispiel der Trostiger.
00:31:41: Wir haben ja einen großen, einen kleinen.
00:31:42: Und es war mal eine Mutter bei mir im Gespräch und da hatte sie auch sich nicht getraut, ihrem Kind die Tauer zu zeigen.
00:31:54: Also das Kind wusste noch nicht dass die Oma gestorben ist so.
00:31:58: Es ist also ein Trauergefühl erstmal gewesen und sie wollte damit mit mir... Sie brauchte Hilfe ne?
00:32:04: Sie sagt ich trau mich nicht weiß nicht wie ich das sagen soll Ich bin ja so traurig selber das kann ich eher nicht antun.
00:32:11: Und dann hast du aber gemerkt, das Kind hat dann den Trosttiger bekommen und durfte damit so ein bisschen spielen.
00:32:18: Und dann hat das Kind ... Das war so krass!
00:32:20: Den großen Tiger hatte es vorgehalten und er kam mit dem kleinen Tiger an zum Großen mit beiden Händchen und hat gesagt zu der Kleine... Du musst weinen!
00:32:35: Der Kleiner muss dich trösten.
00:32:38: Leute wir haben uns Kamm-Gänsehaut bis hier.
00:32:41: Das Kind hat das alles doch schon gewusst, ich sag guck mal sie weiß doch alles schon.
00:32:46: Ohne dass du irgendwas sagst!
00:32:48: Sie weiss das schon, dass du traurig bist und das ist vielleicht ein gutes Beispiel, kriege ich jetzt noch Gänsehaut ne?
00:32:53: Weil es so auch für mich so besonders war das zu beobachten.
00:32:58: Das heißt die hat die ganze Zeit gedacht na ich sage nix.
00:33:03: Ich zeige auch nichts aber wir zeigen es nonverbal... Die Kinder spüren das sowieso.
00:33:09: Das heißt, wir können gar nicht verhindern dass die Kinder spüren das wir traurig sind.
00:33:15: Wisst ihr?
00:33:15: Dass die Kinder uns drüsten wollen?
00:33:17: aber deswegen habe ich ihr gesagt sprich mit ihr.
00:33:21: Sie weiß es ja schon Ja und ich denke mal wenn man dann dem Kind sagt guck mal Ich bin wirklich total traurige sehr auch sehr traurigen.
00:33:29: Aber guck Mal gegen diese Traurigkeit gibt's Wundermittel da gibt's magische Dinge die wir tun können.
00:33:38: Also, der Tiger hat ja magische Kräfte.
00:33:41: Du weißt den vielleicht noch nicht?
00:33:45: Das meine ich ganz ernst und zu sagen guck mal er hat magische kräfte und dem kannst du alles sagen!
00:33:52: Und ich sage dem das auch.
00:33:55: Jeder hat einen eigenen Trostige ein Beispiel oder eben es gibt viele Dinge die wir da tun können um zu sagen und du kannst dem Kind auf vermitteln Und wenn ich traurig bin, dann mache ich das und das.
00:34:09: Dann sagst du was du gerne magst?
00:34:11: Dann warle ich dieses Bild hier aus.
00:34:13: Vielleicht, oder?
00:34:14: Und dann geht es mir wieder besser.
00:34:15: Guck mal vielleicht magst du auch ein Bild aus, Mann!
00:34:17: Also schon auch zeigen, was du selber tust, was dir hilft... ...und dann den Kind fragen, was könnt ihr dir denn helfen, wenn du trauriger bist?
00:34:26: Was würdest du dann gerne tun?
00:34:29: Ist ja also zu zeigen, dass ich etwas als Mama oder Papa Du musst das nicht übernehmen.
00:34:34: Guck mal, ich hab ganz viele tolle Dinge die ich dann tue.
00:34:38: Vielleicht hilft dir das eine oder das andere?
00:34:39: Oder vielleicht brauchst du was ganz anderes?
00:34:42: Im Weltmach haben wir das zusammen!
00:34:44: Weißt du so dass das Kind spürt... Die Mama kümmert sich schon um sich selber.
00:34:48: Die ist vertraurig aber die hat so tolles Skills.
00:34:52: Probier' ich auch mal aus.
00:34:54: Ich nehme auch mal den Tiger jetzt kuschelt ihn mal.
00:34:57: Und was wir sagen, jede Woche darf jeder sein Lieblingsessen sich wünschen.
00:35:01: Weil das hat so ein Zaubermittel ist da drin.
00:35:06: Da könnt ihr ja da tolle Sachen draus machen.
00:35:08: Denkt euch etwas Tolles aus.
00:35:09: Macht ja irgendwelche Glitzernstärnchen rein, die man essen kann.
00:35:12: Es gibt doch einen kleinen Kuchen wo man so Glitzerstärhnchen drauf macht als ich hätte tausend Ideen.
00:35:18: Man sagt und das ist jetzt unser Zaubergruhnen, den essen wir jetzt zusammen.
00:35:22: Mal gucken was es mit uns macht im Bauch.
00:35:25: Also, wisst ihr was ich meine?
00:35:27: Man kann ganz viel tun, das zu integrieren.
00:35:32: Die Trauer zu zelebrieren, Rituale zu finden.
00:35:35: Ganz viel oder zu sagen so wir machen und das hat nichts mit Vertrösten zu tun.
00:35:40: also um den Unterschied kann ich auch noch mal erklären dass es wirklich mit der Trauer leben die Trauer zur integriere.
00:35:50: Da gibt's viele schöne Möglichkeiten ein Trauer einen Trauerbaum zu pflanzen, oder eine Blume.
00:35:57: Oder wir machen Trauerkresse.
00:35:59: Es gibt so viele Ideen im... Also wie gesagt, da mache ich auch noch mal nicht.
00:36:04: So ne kleine Hilfestellung, die man sich runterladen kann fällt mir gerade ein, das könnte ich auch mal machen.
00:36:09: Die Ideen, die ich da so habe also wenn ihr die selber nicht findet
00:36:14: Das ist eine gute Idee, Petra.
00:36:17: Einiges in dieser checklistischen, aber noch mal diese Ideen konkret werde ich noch mal integrieren.
00:36:23: Was könnt ihr alles machen wenn ihr traurig seid?
00:36:28: Weil
00:36:28: ich glaube die Kreativität fehlt auch manchmal in diesem Trauerprozess und deswegen ist es so schön, wenn sie von außen kommt.
00:36:38: Ich nehme jetzt nochmal zwei Dinge mit auf.
00:36:42: Katja hatte ja so ein bisschen, glaube ich diese Frage herausgehört zu haben.
00:36:47: Was mache ich?
00:36:48: Wenn ich vielleicht gut mit der Trauer umgehen kann aber der zweite Elternteil vielleicht weniger.
00:36:53: Ich nehme jetzt für mich mit es braucht einen Raum für das Kind und egal wer den Raum öffnet Es muss eine Schleuse da sein.
00:37:05: Ich darf eine Person geben einer erwachsene Person die mich hält.
00:37:11: Das würde mich jetzt doch noch interessieren, weil du hast es zweimal schon angesprochen.
00:37:14: Es bedeutet ja nicht dass wir das Kind vertrösten.
00:37:18: was ist da der Unterschied?
00:37:20: also hier kannst du das nochmal erläutern?
00:37:22: Ja genau!
00:37:23: Also das ist auch in meinem Buch das umfangreichste Kapitel, weil es eigentlich das wichtigste Kapitel ist.
00:37:31: Wir tendieren immer dazu Menschen Kinder aber auch Freunde Ehepartner zu vertröst.
00:37:41: Das macht man nicht böswillig, sondern man möchte da eigentlich erst mal was Gutes damit tun.
00:37:48: Aber eigentlich tut man, möchte man sich selber vor allen Dingen etwas Gutes tun weil man nämlich den Schmerz... Nicht aushalten kann!
00:37:57: Das ist das Einzige.
00:37:59: Da müssen wir leider uns in den ganz gut angucken oder uns ganz tief in die Augen schon selber Sag mal, ein Kind fällt jetzt hin.
00:38:08: Ganz einfaches Beispiel!
00:38:09: Es schlägt sich das Knie auf.
00:38:10: Was machen wir intuitiv?
00:38:12: Na was würdet ihr machen?
00:38:13: Pisten.
00:38:15: Aber wie?
00:38:15: Was würdest du sagen?
00:38:16: Pflaster... Also nicht ich.
00:38:18: Ich würde es noch halten und weinelassen als die meisten.
00:38:21: Was haben wir
00:38:22: früher
00:38:22: gemacht mit Pflasta drauf?
00:38:24: Ist nicht so
00:38:24: schlimm Pflastas darauf geschildert weiter?
00:38:26: Genau, ist ja auch überhaupt... also ist auch... na verstehe ich auch, hab' ich bestimmt auch früher so gedacht.
00:38:31: Aber ist jetzt nur ein Beispiel.
00:38:33: aber Klar, ein Pflaster können wir auch darauf machen.
00:38:35: Aber erst mal in dem ersten Schrecken der erste Schmerz wäre vielleicht auch die Idee das wäre jetzt der richtige Trost zu sagen also erstmal das Kind wird ja furchtbar weinen.
00:38:49: Also dann erstmal in den Armen nehmen natürlich.
00:38:51: Also erstmal die Nähe.
00:38:52: Das ist ganz wichtig.
00:38:54: Dann aber auch gucken auf Augenhöhe dem Kind in seinem Schmerzen begegnen bedeutet?
00:39:00: Vielleicht auch zu sagen Zeig doch, du bist hier hingefallen.
00:39:04: Also das nochmal wiederholen!
00:39:06: Du bist da hingefahren und schonmal du hast dir das Knie aufgeschlagen, ne?
00:39:10: Guck mal... Hier ich glaube, guck mal du bist vielleicht über den Stein gefallen.
00:39:14: also wirklich noch einmal in die Situation gehen.
00:39:16: Jetzt würden wir schön viele denken um Gottes Willen, dass verstärke ich doch dann.
00:39:20: Nein, nein, nein.
00:39:20: Also glaube mir das ist nicht so sondern Das Kind fühlt sich total wertgeschätzt in seinem Schmerz.
00:39:27: Es wird sich total gesehen.
00:39:29: Ja, dann würd's nämlich sagen Dann würde es vielleicht aus dem Schrein, aus dem Wein vielleicht rauskommen und sagen ja genau hier der böse Stein ist, blöde Stein hier.
00:39:40: Und dann wisst ihr also das erstmal anzunehmen zu sagen ja das ist passiert und kommen jetzt in meine Arme erstmal, weil das Skinfit erst mal nähe wollen.
00:39:50: Und dann können wir auch einen Pflaster drauf machen, ne?
00:39:52: Das ist ja vielleicht notwendig!
00:39:54: Dann können wir aber sagen nicht ein Pflasta zum Abdecken, zum Ja, das wird schon wieder...und wir sprechen nicht mehr drüber, sondern auch erklären, guck mal da blutet es ein bisschen, dann machen wir mit einem Pflaster drauf, na?
00:40:04: Aber es darf dem Kind trotzdem noch weh tun,
00:40:07: ne?!
00:40:07: Das Kind da trotzdem, auch wenn das PflASTER drauf ist von mir aus immer nochmal weinen, weil's jetzt noch traurig darüber is'.
00:40:14: Das geht darum den Schmerz auszuhalten, wenn wir es ganz unterbrechen wollen.
00:40:20: Und das ist ganz schön schwer!
00:40:21: Da müssen wir mir wieder an uns ran und uns fragen... Wenn wir das doch jetzt gar nicht aushalten können?
00:40:28: Warum können wir's denn nicht authalten?
00:40:30: Und was hat das wieder mit uns zu tun, mit unserem Schmerzen, mit unserer Trauer?
00:40:35: Wir kommen immer wieder zurück zu uns so da kommt man auch nicht drum herum.
00:40:41: Aber das ist wirklich, und das kannst du jetzt auf alles übertragen.
00:40:46: Immer sich zu fragen was ist das Ziel jetzt, was ich hier mache?
00:40:51: Wille ich jetzt einen Schmerz vermeiden?
00:40:53: Frag dich das vorher immer!
00:40:54: Möchte ich wirklich trösten.
00:40:56: also es heißt möchte ich wirklich da sein für das Kind.
00:40:59: Da bleiben, aushalten oder möchte ich dass es möglichst schnell vorbei ist?
00:41:03: das Gefühl hier ja und dann kommen wir ganz schnell dahinter.
00:41:08: was wir gerade tun Das ist auch eine Übungssache, aber das spülen wir dann unterschiedlich.
00:41:14: Es ist so dass wenn ich den Schmerz schnell oder die Trauer schnell abdecken will beim Kind, dass ich es als Kind gar nie fühlen durfte Ja, das ist
00:41:21: so.
00:41:21: Natürlich ja absolut!
00:41:23: Also ich habe da auch total Verständnis für alle die jetzt denken ach du Gott das hab ich bestimmt schon ganz oft gemacht.
00:41:30: Totales Verständnissen.
00:41:31: Da müssen wir ganz milde mit uns sein.
00:41:34: Ganz verständnisvoll mit ganz viel Liebe und Selbstbegegnung weil es hat ja einen Grund warum wir es nicht aushalten können.
00:41:39: Weil wir es natürlich auch nicht zeigen durften.
00:41:42: mit Sicherheit also gerade die Generation weiter und meine Das gab's früher.
00:41:49: Ich glaube, dass wir den wirklichen Trost gehabt haben.
00:41:51: Das gab es früher gar nicht ganz ehrlich.
00:41:54: also ich kann mich gar nicht... Die ganze Kindheit bestand eigentlich aus Vertröst früher.
00:42:02: Also das müssen wir schon Verständnis haben aber wir haben ja jetzt die Chance zu ändern.
00:42:08: Jetzt gibt es viel mehr Verständnissen dafür was wirklicher Trost bedeutet und das ist mein Herzensthema.
00:42:14: Dafür werde immer einsetzen, bis ich irgendwann liege und nicht mehr atme.
00:42:21: Da werde ich nicht mehr aufhören drüber zu sprechen weil es ist der Schlüssel zu so viele wirklich auch zu einer Lebensfreude die danach wieder entstehen darf.
00:42:32: Weil wenn du dir diesen Schmerz zugestehst diese Trauer dann hast du erst die Chance überhaupt wieder ins Leben ins richtige volle glückliche Leben zurückzufinden.
00:42:43: Das ist die Voraussetzung, dass du die Trauer zulässt.
00:42:47: Ich sag immer so öffne dein Herz!
00:42:50: Wer traut sich schon das ganz aufzureißen?
00:42:53: Also weil viele denken ja wenn ich es so öfne dann kann ich verletzt werden Dann kann die Trauere da rein und dann verschließen sie sich.
00:43:02: aber du verschließt dich auch vor dem Guten vor dem Schönt, vor der Lebensfreude, vor vielleicht einer neuen Liebe.
00:43:08: Vor allem was sein darf!
00:43:10: Du verschließt dich ja sehr und deswegen mithilfe natürlich... Dafür ist die Susanne zum Beispiel da und ich hatte ja auch.
00:43:17: also dafür gibt es ja uns Menschen weil wenn du es nicht alleine schaffst dann musst du es doch nicht alleine schaffen.
00:43:22: Dann such dir Hilfe.
00:43:24: Habe ich auch gemacht?
00:43:25: Ich habe mir auch Hilfe geholt.
00:43:27: Ich hab's auch nicht allein geschafft.
00:43:29: Jetzt du sagst das
00:43:30: zu leichtfertig des Herzes.
00:43:34: Aber ich weiß genau, was du meinst.
00:43:40: Ich hänge an deinen Lippen und höre auf unsere Zuhörerinnen auch.
00:43:44: Ich weiß genau, was du meinst.
00:43:47: und wenn wir auch unsere eigene Identität und Authentizität leben.
00:43:51: Dann ist es total leicht sein Herz zu öffnen weil dann kann nichts passieren.
00:43:56: Ich will immer ich nur diesen Schutz
00:43:59: durchfühlen
00:44:00: durchzugeben.
00:44:01: Es ist schon so ein Schlüssel zum
00:44:03: Absolut.
00:44:06: Schlüssel zum Tor und zu mir selber, weil dann kann ja aber ich kann nicht verletzt werden sondern Ich war ich.
00:44:14: Ja es ist ja oft meistens die eigene Enttäuschung so.
00:44:21: Niemand sagt dass das leicht ist Und ich bei mir das ganz lange gedauert.
00:44:26: also die Leute denken jetzt auch Die frau hat ja alles Die kann das ja alles.
00:44:29: Ich habe ganz lange gebraucht, ich hatte ganz viel mit Ängsten zu tun,
00:44:34: d.h.,
00:44:34: bei mir war es so, auch in meinem Buch hab' ich das sehr schön aufgeschrieben, da könnt ihr meine eigene Geschichte lesen und dann lest ihr im Buch wie ich's geschafft habe.
00:44:44: Das werde ich euch da sehr gut erklärt.
00:44:50: Und ich habe große Ängste entwickelt, und zwar richtige krasse Brech-Ängste.
00:44:54: Ich hab gestottert angefangen in der achten Klasse ungefähr... ...und ich konnte schon verbal gar nicht mehr mich äußern!
00:45:03: Das heißt, ich habe komplett meine Sprache verloren.
00:45:07: Das ist ja äußerst spannend wenn ihr mich jetzt hört und denkt wie die Frau kann doch sprechen.
00:45:12: Nur damit ihr so einen kleinen Eindruck habt was ich getan habe dafür Also ich hatte so Angst zu sprechen, dass ich jetzt auf Bühnen stehe.
00:45:21: Auf Bühn singe und auf Buhnspreche mit euch im Podcastspreche, im Fernsehen war... Das habe ich nicht geschenkt bekommen.
00:45:30: So bin ich nicht geboren, sondern das habe ich geschafft indem ich immer wieder mich getraut hab, mich zu öffnen.
00:45:37: Mein Herz zu öffen.
00:45:40: Ich sage immer für mich ist es ein Gefühl der über die Brücke zu gehen, die Brücke der Angst.
00:45:46: Stellt euch eine Brücke vor.
00:45:48: Jedenseits und diesseits gibt es eine
00:45:50: Welt.".
00:45:51: Und ich wusste immer, es gibt diese Brücke über die muss ich rüber und da hinten wird ein wunderschönes Leben sein für mich – ein freies Leben!
00:46:01: Aber ich habe mich nicht getraut, über diese Brücken zu gehen.
00:46:05: Ja?
00:46:05: Aber wir….
00:46:07: Es gibt Menschen, die können dir ein Geländer sein.
00:46:10: So... Und ich habe dieses Geländer oft gesucht.
00:46:14: Wir können mich denn da rüber gleiten und ich hab das nicht allein geschafft, und es müssten wir auch nicht alleine schaffen!
00:46:22: Aber ich habe im Laufe meines Lebens immer Menschen gefunden die immer ein Stück Geländer waren... ...und manchmal der letzte Schritt.
00:46:30: jetzt war ich mir selber das Gelände.
00:46:33: Da war nämlich keiner mehr, weil des letzten letzten Schritt den letzten Sprung machst du selber?
00:46:39: Ja.
00:46:40: Ich habe den erst letztes Jahr gemacht.
00:46:42: Als Beispiel habe ich ein Buch geschrieben, ich wollte ja auch Lesung machen.
00:46:49: Ich konnte aber nicht lesen, weil ich es nicht konnte vom... Ich hab mich nicht getraut!
00:46:54: Weil ich hatte immer diese Angst, du wirst vielleicht wieder stottern und du wüsst kein Wort rauskriegen.
00:46:59: Was denken die Leute?
00:46:59: Du hast doch ein Buch geschrieben, da wüsste du doch wo lesen können.
00:47:02: Lesen war für mich so der Albtraum in der Schule dass ich nicht mehr gelesen habe.
00:47:06: Ich habe jetzt über dreißig Jahre nicht mehr gelesen Und ich habe am fünfundzwanzigsten Februar kein Mal ein Buch raus, eine Woche später war meine erste Lesung über hundert Menschen.
00:47:14: Da ihr könnt euch vorstellen was ich vorher gedacht habe aber Ich hab diesen Schritt bin ich gegangen weil ich die Angst an die Hand genommen habe und diesen letzten Schritt Bin ich mit der Angst oder das kannst du auch Mit der Trauer sagen weil da auch die Trauer dabei war bin ich zusammengegangen und ich weiß noch wie ich gedacht habe.
00:47:34: Leute kamen schon rein, ich sag wo ist denn die Angst?
00:47:36: Wo ist sie
00:47:37: denn?!
00:47:38: Ich suche, so ist sie schon da.
00:47:41: Sie war nicht da!
00:47:43: Dachte ich.
00:47:44: aber natürlich ist die Angst... ...ist die Trauer da?
00:47:47: Aber ich war so gestärkt dass die Angst und die Trauern nicht laut waren.
00:47:53: Die waren leise da, die waren glücklich da.
00:47:57: Die wahren wie ein Freund da und ich visualisiere immer das.
00:48:01: ich sage setz euch in die hitteste Reihe guck zu weil die haben ja Angst und wollen gar nicht so.
00:48:06: Guck zu, ich übernehme Ich mach das, Leute.
00:48:09: Und es war so schön!
00:48:10: Das war mein schönster Moment.
00:48:12: Es... und da wusste ich habe's jetzt geschafft.
00:48:14: Ich hab' es geschafft, ich hab' dir schon viel Lesung gehabt.
00:48:17: Sie ist immer leise dabei, die Angst.
00:48:21: Aber sie... äh sie... Die Angst hat keine Angst mehr.
00:48:24: Wisst ihr?
00:48:24: Die hat ihren Job verloren.
00:48:25: Jaaa.
00:48:26: Also die ist da.
00:48:27: natürlich ist sie da aber sie spürt sie muss nicht panisch werden weißt du?
00:48:33: Sie muss nicht oder die Trauer ist da immer auch bei mir.
00:48:37: Aber sie muss nicht wie ein unglaublicher Orkan werden, ne?
00:48:42: Sie ist ein Wes-ein und kleiner See der darf plappletschern.
00:48:46: Immer wird die Angst und die Trauer mein Leben begleiten.
00:48:48: Die sind nicht weg.
00:48:49: Die sollen auch nicht weg!
00:48:51: Die dürfen uns begleiteten aber wie als Freunde.
00:48:55: Ja...
00:48:55: Das habe ich geschafft.
00:48:58: Liebe Petra Ich glaube wir könnten dieses Interview wirklich noch stundenlang fortsetzen.
00:49:05: Vielen,
00:49:05: vielen Dank dass du mit dabei gewesen bist hier und heute.
00:49:09: Ich nehme mir dieses Bild dieser Brücke mit das die Menschen quasi über die Brücke gehen mit der Trauer, mit der Angst an der Hand Und sie wahrnehmen Sie durch fühlen dürfen.
00:49:24: Wenn du, die uns jetzt hier zuhörst der Zuhörende mehr über Petra's Arbeit erfahren möchtest.
00:49:30: Über das neue Buch was sie geschrieben hat dann schau unbedingt in die Shownutz.
00:49:35: dort findest du alle weiterführenden Links und vielleicht nimmst Du dir eben aus dieser Folge mit dass Du überhaupt nicht perfekt sein musst, ganz im Gegenteil.
00:49:45: Sondern es reicht wenn du da bist, wenn du präsent bist und deine Trauer wahrnimmst.
00:49:51: Und damit auch letzten Endes dein Herz öffnest für deinen Kind!
00:49:57: Wenn du diesen Weg gehst Schritt-für-Schritt dann greift auch wieder unser Satz nämlich ich hatte eine schöne Kindheit trotz der Trennung meiner Eltern.
00:50:12: Vielen, vielen Dank Petra dass du bei uns warst.
00:50:16: Mein Herz ist auf jeden Fall sehr offen gerade und ich glaube das Herz unserer Zuhörerinnen auch.
00:50:25: Danke Petra!
00:50:27: Du hast mich wahnsinnig berührt und du hast eine ganz große Gabel und zwar ganz tief um die Menschen zu gehen und dafür danke ich dir, dass du das hast und danke auch deiner Mama weil durch sie kannst du glaub ich auch auf den Weg?
00:50:39: Absolut ja absolut
00:50:49: dankeschön.
00:50:50: Bis bald!
00:50:56: Bis bald, ihr Leben.
00:51:11: Und dafür, dass euer
00:51:13: Kind später einmal sagen kann ich hatte eine schöne Kindheit
00:51:17: trotz der Trennung meiner
00:51:18: Eltern.
00:51:20: Bis bald!
00:51:21: Deine Katja und deine zum Sanne.
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