Patchwork ist kein Familienglück auf Knopfdruck. Was es braucht, damit es gelingt.

Shownotes

Neue Liebe. Neue Rollen. Alte Verletzungen. Und mittendrin eure Kinder.

Patchwork ist kein Familienglück auf Knopfdruck. Es ist, wie Franziska Dietsche in dieser Folge sagt, ein Brandbeschleuniger für persönliche Entwicklung. Denn plötzlich treffen unterschiedliche Bedürfnisse, Erwartungen, Ängste und Vorstellungen davon aufeinander, wie Familie funktionieren soll.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, euren Kindern einen neuen Partner vorzustellen? Welche Verantwortung trägt der Elternteil, der diese neue Beziehung beginnt? Wie findet eine Bonusmama oder ein Bonuspapa den eigenen Platz, ohne Aufgaben zu übernehmen, die eigentlich beim Partner liegen? Und was passiert im anderen Elternteil, wenn plötzlich ein neuer Mensch viel Zeit mit den gemeinsamen Kindern verbringt?

In dieser Folge setzen wir ganz bewusst verschiedene Brillen auf. Wir schauen auf den Elternteil in der neuen Beziehung, auf die Bonusmama oder den Bonuspapa, auf den anderen Elternteil und natürlich auf eure Kinder.

Du erfährst:

• warum Kinder bei einer neuen Beziehung vor allem Zeit und Sicherheit brauchen • weshalb Nähe zwischen Kindern und Bonuseltern nicht erzwungen werden kann • welche Verantwortung beim leiblichen Elternteil bleibt • welche Rolle Bonuseltern im Familiensystem einnehmen können • woran Bonusmütter und Bonusväter erkennen, dass sie zu viel Verantwortung tragen • was es in einem Elternteil auslösen kann, wenn ein anderer Mensch plötzlich viel Zeit mit den gemeinsamen Kindern verbringt • wann ein Kennenlernen der Erwachsenen hilfreich sein kann • wie ihr verhindert, dass eure Kinder zwischen Erwartungen, Konkurrenz und Loyalität geraten

Franziska erzählt offen von ihrem eigenen Weg als Bonusmutter, von einem ziemlich deutlichen „Du hast mir nichts zu sagen, du bist nicht meine Mutter“ und von der Erkenntnis, dass das Leben danach trotzdem weitergeht. Wir sprechen darüber, warum gut gemeint nicht automatisch gut gemacht ist, weshalb Erwachsene ihre eigenen Gefühle auf die Kette bekommen müssen und warum Patchwork nur dann gelingen kann, wenn nicht ständig versucht wird, die anderen Menschen im System zu verändern.

Oder mit Franziskas Worten: Willst du recht haben oder willst du glücklich sein? Am Ende bleibt ein Gedanke, der diese Folge auf den Punkt bringt: In den Unterschieden die Gemeinsamkeiten finden.

Über Franziska Dietsche

Franziska Dietsche lebt seit 15 Jahren Patchwork und ist Gründerin der BonusMutter Nation. Sie begleitet Bonusmütter, die im Familienalltag viele Bälle gleichzeitig jonglieren und sich danach sehnen, im eigenen Zuhause gehört, einbezogen und ernst genommen zu werden.

Franziska unterstützt sie dabei, ihre Rolle zu klären, ihre Bedürfnisse auszusprechen, Grenzen zu setzen und Verantwortung dort zu lassen, wo sie hingehört. Dabei bringt sie Klarheit, ehrliche Perspektivwechsel und eine ordentliche Portion Leichtigkeit in ein Thema, das sich im Alltag oft alles andere als leicht anfühlt.

Website: https://bonusmutternation.com/

Instagram: https://www.instagram.com/bonusmutter_nation/

Unsere Unterstützung für dich

Du steckst selbst in einer Trennungs- oder Patchworksituation und möchtest Klarheit darüber gewinnen, was euer Kind jetzt braucht, welche Verantwortung bei dir liegt und was du nicht länger tragen musst? Dann vereinbare ein Kennenlerngespräch mit Susanne Pehse: https://www.trennungsbegleiterin.de/termine

Katja Westerbarkey – traumasensible Gefühlscoachin Mehr zu Katjas Arbeit rund um Nervensystem, Gefühle und Koregulation findest du hier: https://www.katja-westerbarkey.com/

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen bei Starke Trennungskinder, dem Podcast

00:00:05: für

00:00:05: getrennt lebende Eltern.

00:00:08: Dieser Podcast begleitet dich in allen Phasen deiner Trennung von der unausgesprochenen bis hin zur Patchwork-Familie!

00:00:16: Hier geht es um Gefühle, Verantwortung oder darum wie du deine Trenne bewusst gestalten kannst – immer mit den Blick auf euer gemeinsames Kind.

00:00:25: Dieser

00:00:25: podcast ist für alle Eltern deren Kinder später einmal sagen sollen Ich hatte eine schöne Kindheit trotz der Trennung meiner Eltern.

00:00:35: Schön, dass du da bist und schön was du zuhörst!

00:00:41: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von deinem Lieblingspodcast Starke Trennungskinder.

00:00:46: heute sprechen wir über das große Thema Patchwork.

00:00:50: Dabei wollen wir nicht nur auf die Bonusmamas schauen, sondern ganz bewusst verschiedene Prillen aufzusetzen.

00:00:56: Das heißt, wir betrachten Patchwork aus der Perspektive des Elternteils, der eine neue Beziehung beginnt... ...aus der Perspective des Menschen, der in ein bestehendes Familiensystem

00:01:07: hineinkommt

00:01:09: und aus der Sicht des zweiten Elterenteils – und natürlich auch aus der Sicht des Kindes!

00:01:14: Denn am Ende geht es für uns immer um diese eine Frage Was brauchen Kinder von Erwachsenen, damit sie trotz der Trennung und all der Veränderung eine schöne Kindheit erleben können?

00:01:27: Ja.

00:01:27: Und du erfährst heute welche Verantwortung der Elternteil trägt, die eine neue Beziehung beginnt und welchen Platz einem Bonusmama oder auch ein Bonuspapa im Familiensystem einnehmen kann.

00:01:38: Wir sprechen darüber was diese neue Familienkonstellation für das Kind und den zweiten Elternteil bedeutet Du nimmst Klarheit darüber mit, wer im Patchwork-System wofür verantwortlich ist und wie Erwachsene verhindern können.

00:01:52: Das Kinder dazwischen geraten also bleibt unbedingt bis zum Ende dabei.

00:01:56: dann lichten wir den Blick in die Zukunft und fragen uns was müssen Erwachsen heute sichtig machen damit ein Kind später einmal sagen kann meine Eltern haben sich getrennt und trotzdem hatte ich eine schöne Kindheit

00:02:10: Und genau deshalb ist heute Franziska Dietsche bei uns zu Gast.

00:02:14: Franziska ist seit fünfzehn Jahren quasi Patchwork-Profi und Gründerin der Bonusmutter Nation, sie begleitet Bonusmütter die im Alltag viele Bälle gleichzeitig jongieren Frauen, die für ihre Partnerschaft und Kinder da sein wollen sich aber gleichzeitig danach sehnen im eigenen Zuhause gehört einbezogen und ernst genommen werden.

00:02:39: Franziska unterstützt sie dabei, ihre Rolle im Familiensystem zu leben.

00:02:44: Ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen ernstzunehmen und Verantwortung dazulassen wo sie hingehört.

00:02:50: Denn Patchwork bedeutet für Sie beides Zweifel und Kämpfe aber auch das große Glück wenn ein Kind wie selbstverständlich Deine Hand greift Und deine Arbeit steht für Perspektivwechsel, Verbindung und gegenseitiges Verständnis.

00:03:07: Liebe Franziska!

00:03:08: Schön, dass du heute bei uns bist.

00:03:10: Gibt es von deiner Seite her noch etwas zu ergänzen?

00:03:14: Zu dir oder zu deiner Person?

00:03:16: Nee ich bin komplett buff von eurer wundervollen Vorstellung also sowohl die Einleitung in den Podcast als auch meine Vorstellung.

00:03:23: Ich war nur liebegrade.

00:03:26: Schön!

00:03:28: Wie bist du denn Franziska, wie bist du dann vorher?

00:03:31: Also wenn Du jetzt sagst, Du bist jetzt gerade volle Liebe.

00:03:33: Wie schön, dass wir das auslesen dürfen in Dir.

00:03:37: Wie bist Du denn vorher in den Podcast gekommen was Du nervös oder gingst Dir davor?

00:03:43: Nee ich bin eigentlich da immer sehr entspannt vor allem dieses Wort eigentlich.

00:03:46: Ich mag das Wort eigentlich nicht.

00:03:48: Ich bin vorher recht entspannt Weil ich, und das habe ich gestern ja in der WhatsApp-Nachricht gesagt.

00:03:53: Ich funktioniere am besten wenn ich nicht weiß worum es geht also was mich erwartet weil dann bin ich im Gedankenkarussell und überlege sagst du das lieber so so so und da wird er bei mir eher unauthentisch.

00:04:05: Und wenn ich mal etwas nicht weiß dann sage ich halt auch Boah weiß ich gerade nicht.

00:04:08: muss man kurz durchs Systemen durch?

00:04:11: Ja geil!

00:04:12: Dann lass uns direkt in deinem authentischen Seil und den unseren bleiben.

00:04:17: Und dann lass uns mit der Perspektive des Elternteils beginnen, der eine neue Beziehung eingeht.

00:04:24: Also Franziska, woran

00:04:25: erkennen

00:04:26: Eltern das ein guter Zeitpunkt gekommen ist ihren Kindern einen neuen Partner vorzustellen?

00:04:35: Das ist sehr interessant.

00:04:36: Es ist eine sehr, sehr gute und starke Einstiegsfrage.

00:04:39: Wann ist man sich sicher?

00:04:41: Ich finde prinzipiell es schwierig zu sagen wenn XYZ dann ist sicher und dann kannst du das tun was es braucht.

00:04:49: oder die Erfahrung die ich gemacht habe Wenn der neue Partner in das Leben des Kindes einsteigt ist die Beziehung meistens schon ne handfeste Kiste im Walder.

00:04:59: ja ein Kind involviert ist und du ja nicht so euer.

00:05:02: wir testen es jetzt mal.

00:05:03: Und dann bist du irgendwie weiß ich nicht mehr dort, und dann gehst du wieder das ist ja auch Trennung wieder für einen kind.

00:05:10: also Ich glaube die meisten Erwachsenen die sich darauf einlassen weil sie die Liebe komplett erwischt hat werden sich erstmal dessen bewusst ob Sie Das können und wollen und sind meistens schon eine gewisse Zeit dann auch zusammen eh das Kind das erfährt Bis es das erfährt, ist aber so dass du trotzdem schon Teil im Leben des Kindes bist weil man sich mit anderen Freunden auf Spielplätzen an so neutralen Orten trifft und dann bist du halt einfach dabei.

00:05:34: Du wirst vorgestellt als wer du bist sondern bist du plötzlich da.

00:05:37: Ich habe eine Freundin.

00:05:38: die war mit ihrem Freund zehn Monate zusammen bis die Kinder das erfahren haben Aber die Kinder kannten ihn schon vom Sportplatz Und da mochten sie ihn schon.

00:05:47: Sie hatten halt auch schon ne Beziehung und dann ist es direkt nicht so.

00:05:50: ah der nimmt uns jetzt die Mama weg Sondern Ah, cool!

00:05:54: Der ist weil mit der man mal jetzt noch öfters mit uns.

00:05:58: Also so ein langsames Hineinkleiden letzten Endes ja?

00:06:02: Ja

00:06:03: und nicht Bandchen Hier ist es.

00:06:07: Ist dann neuer Mensch sondern So einen Herantasten.

00:06:11: ja.

00:06:11: Und Franziska da hab ich eine Frage noch Glaubst du dass die Kinder das dann trotzdem schon wissen?

00:06:20: also sie haben ja ganz feiner Antennen

00:06:23: Die spielen.

00:06:24: also wirklich, wenn Erwachsene noch glauben die Kinder sind zu klein um irgendwas zu wissen das ist ein Trugschluss.

00:06:30: Die Kinder checken alles ganz genau.

00:06:32: Die haben so einen feinen sechsten Sinn dafür was bei den Eltern abgeht.

00:06:37: Solange es klar ist gibt Dinge da darf man Kinder vorschützen.

00:06:42: aber dieser Schutz bedeutet halt nicht erst zu verschweigen und unter den Teppich zu kehren sondern als Kind und altersgerecht mitzunehmen in die eigenen Prozesse.

00:06:53: Also du würdest sagen, wenn Kinder das spüren, dass irgendwie was anderes ist bei der Mama oder beim Papa und da vielleicht eine neue Partnerin dabei ist.

00:06:59: Und je nach Alter sie fragen dann auch sagen ja das stimmt wir finden uns gerade und

00:07:06: gucken mal alles alles wonach ein kind dich frag.

00:07:11: kannst du ihm erklären?

00:07:13: So oft ist es so die kommen mit so einer frage ja mamma hast du irgendjemand neu sondern sagt sie ja und das Kind so direkt wieder am spielen weil ist in dem Moment das, was es wissen wollte als Antwort bekommen hat.

00:07:23: Also es braucht dann manchmal auch gar nicht eine noch größere Erklärung.

00:07:26: Sie wollen einfach nur wissen woran sie sind.

00:07:29: Genau du sagst manchmal

00:07:31: Ja immer.

00:07:34: Manchmal ist es vielleicht auch anders Franziska lass uns mal mit nochmal ein Stück weiter gehen.

00:07:40: also Du sagst wenn die Beziehung gefestigt ist und dann geht man zu langsam ins Vorstellen Außer die Eltern kennen sich oder das paar neue Paar kennt sie vielleicht vorher schon Wenn der Partner die Partnerin vorgestellt wurde, dann beginnt er eigentlich

00:07:54: jetzt erst zu

00:07:54: dieses Zusammenfinden.

00:07:56: Welche Verantwortung trägt denn der leibliche Elternteil wenn der neue Partner Teil des Familienalltags wird?

00:08:04: Das ist eine sehr große Frage und wahrscheinlich wirst du sie auch nochmal differenzieren.

00:08:10: Alltag mit den Kindern, Alltag im Haushalt aber fühlt sich total frei.

00:08:16: Die Grundaufgabe des Elternteils, der quasi einen neuen Partner in das Konstrukt mit reinbringt hat in dem Moment einfach nur die Aufgabe dafür zu sorgen dass sich das Kind sicher fühlt.

00:08:27: Also auch keinerlei Erwartungshaltung an den Kind zu äußern so nach dem Motto du musst jetzt.

00:08:33: die hier ist mir wichtig sondern eher so sie ist mir richtig.

00:08:37: deswegen wünsche ich mir ist aber nicht so schlimm wenn es gerade nicht klappt oder wenn du noch mehr Zeit brauchst.

00:08:43: Oder vielleicht auch vorher einfach schon das Kind zu fragen nach einem Code Wort, wenn es dem gerade selber zu viel wird dass man dann einfach die Situation schnell beenden kann wo der neue Partner Bescheid weiß.

00:08:54: okay das Code Wort ist meine Dwingen Pflaume und dann fällt das Wort Pflaumme dass du auch einfach weißt ohne es persönlich zu nehmen oder dich angegriffen zu fühlen was ja passiert also nicht passiert weil du vorher bescheid und eingeladen wurdest aus der Situation rauszugehen Ruhe reinkommen zu lassen und dann muss der Vater halt wie ein Vater oder die Mutter, wie eine Mutter agieren und sich erst mal quasi um ihr Kind kümmert.

00:09:16: Um herauszufinden wo drückt es gerade was ist los war's übergriffig?

00:09:19: Und die Aufgabe des Partners der mit reinkommt ist einfach präsent zu sein und dabei aber auch gleichgültig also sei da sei anwesend mit Körper und Geist aber unaufdringlich bedeutet, du bist nicht fokussiert vollends auf das Kind sondern es läuft quasi nebenbei.

00:09:40: Du unterhältst dich mit dem Partner oder wenn noch jemand anderes dabei ist.

00:09:43: aber wenn das Kind sich bemerkbar macht und das kriegst du ja mit weil du bist ja da... ...nicht entspannt, sondern du willst ja auch dass es funktioniert, du kriegest es mit um wenn es deine Aufmerksamkeit möchte durch falls gerade gesehen werden will oder dir was zeigen möchte dann bist du da!

00:09:59: Dann bist du komplett da?

00:10:01: Und wenn das wieder aufhört widmest du dich auch wieder was anderem, damit das nicht so... ich muss jetzt, dass es funktioniert und bitte sie doch wie sehr ich an die interessiert bin.

00:10:10: Und wie sehr möchte das zu mich lieben?

00:10:13: Das riechen die sieben Meter gegen Wind.

00:10:15: oder machen Sie nämlich das Gegenteil dann denken Sie erst recht weil es ist zu viel.

00:10:23: Ich höre ganz viel Freibildigkeit heraus also Freiwilligkeit von allen Seiten und damit auch eine Entlastung sowohl für das Kind Alles auch für den Bonus-Papa oder die Bonus-Mama.

00:10:38: Die Person, die dort ja auch neu hineinkommt und das muss ja auch für die Person eine Gratwanderung sein wenn ich das noch nicht gewohnt bin, wenn es für mich ein komplett neues

00:10:50: Feld ist.

00:10:51: Also bei mir kommt da kurz so viele Gedanken von oh Gott was bringe ich denn selber mit?

00:10:56: Ja auch an Prägungen wie bin ich selbst groß geworden?

00:10:59: Das wirst du dann sicherlich auch in deinen Begleitungen erleben, weil wenn es jetzt so einfach wäre wie wir es hier vielleicht im Podcast erzählen.

00:11:07: Dann hätte ja keine Patriarch-Familie dieser Welt irgendwelche Herausforderungen, sondern ist ja also... Ich stelle mir das sehr herausfordernd vor tatsächlich!

00:11:19: Also ich habe einen Leitsatz und zwar.. Ich hab mal ein Buch gelesen und da stand er hinten drauf.

00:11:24: und seitdem habe ich den adaptiert.

00:11:27: Kindern erzählen die Geschichten damit sie einschlafen und erwachsen dann damit sie aufwachen.

00:11:31: Ich bin jetzt einmal eine kleine Geschichte aus meiner eigenen Kindheit nach Trennung meiner Eltern.

00:11:37: Ich war jetzt ein Kind, ich hab das nicht für schlimm empfunden dass meine Eltern sich getrennt haben sondern für mich war es eher ein Segen.

00:11:43: und trotzdem war die Situation, dass meine Mutter...ich habe das mitbekommen, dass es da jemand anderen gibt.

00:11:49: sie hat mir dann ja auch erzählt Es war aber nicht direkt so, das ist mein neuer Freund Sondern es waren Sparrings Partner der sie zusätzlich unterstützt hat diesen Mut endlich zu haben sich zu trennen, ich meine du bist Anfang dreißig.

00:12:02: Du hast ein elf Jahre altes Kind.

00:12:04: Du weißt nicht wie du das finanziell hinkriegen solltest?

00:12:06: Du bist alleine in einer Großstadt ja?

00:12:10: Familie wohnt die Stunde weg und du hast aber kein Führerschein, kein Auto.

00:12:14: also nicht dass du brauchst und den hatte sie halt gefunden der sie auch da drin bestärkt hat.

00:12:20: Und dann war das so... Also die Geschichte ist ja total wild weil mein leiblicher Vater konnte auch nicht mit Geld umgehen.

00:12:26: es bedeutet wir hatten Schulden Und der neue Partner meiner Mutter hatte eine Firma mit meinem leiblichen Vater.

00:12:33: Also da bestand ne Verbindung, plus.

00:12:37: meine Mutter sagt heute noch der größte Fehler meines Vaters war sie mit in sein Hobby mitzunehmen.

00:12:44: Wir waren im Schützenverein.

00:12:45: ich war dann auch als Kind im Schützelverein Ich bin in Trainingslager gefahren und so und da hat er sich auch und darüber haben die beiden sich halt auch kennengelernt und haben gecheckt.

00:12:54: Bei mir läuft gerade so Scheiße bei mir läuft scheiße und das ist ja so.

00:12:58: Partner,

00:12:59: die

00:12:59: Kummer haben.

00:13:00: Die suchen ja nicht bewussten neuen Partner aber da ist plötzlich jemand der ihnen wieder das Gefühl gibt gesehen zu werden und gehört zu werden.

00:13:06: Das ist übrigens etwas was auch neue Partner und die Eltern machen sollten dem anderen des gefühl geben ich sehe dich und ich höre dich Und jedenfalls kam sie dann an.

00:13:18: Ich habe mir jetzt Kind vorgestellt sogar jetzt Frauenhaushalt wie Glimmer Girls.

00:13:24: Wir saßen dann auf wir hatten kein Wohnzimmer mehr wir hatten eine Decke wir haben dann Picnic quasi im Wohnzimmer gespielt und so, dann kam sie vierzehn Tage später an und sagte der Harald zieht ihr jetzt ein.

00:13:36: Und ich so äh ja ok so ne?

00:13:41: Ich weiß es ist überrumpelt aber er hat ja auch keine Wohnung, er hatte auch Schulden.

00:13:45: und das ist wir haben mich schon immer zu dritt gewohnt und ich würde ihn ungern auf der Straße wohnen lassen.

00:13:50: Da habe ich als elfjährige konnte ich nachempfinden weil ich hab ja auch gespürt dass er ihr gut tut.

00:13:55: Aber laut meiner Mutter bin ich dann zwei Wochen ganz bedröppelt rumgelaufen, bis sie zu mir kam und meinte, du hast was.

00:14:01: Ich sehe es an deiner Nasenspitze und möchte jetzt hören, was dein Problem

00:14:04: ist.".

00:14:06: Und meine kindlichen Gedanken ... Deswegen ist das so eine schöne Geschichte weil noch mal Kinder checken und spüren alles.

00:14:12: Was ich gesagt habe, ich hab nur eine Frage.

00:14:15: Wer muss gehen wenn das zu dritt nicht funktioniert?

00:14:19: Das war meine Frage!

00:14:20: Weil ich hab gesehen... auf nur wir Frauen.

00:14:24: Ich habe aber auch gesehen, wie wichtig er ist und konnte mir das nicht erklären was halt passiert wenn das nicht funktioniert.

00:14:31: und dann hat sie gesagt die Liebe zu dir ist eine ganz andere zu ihm.

00:14:35: natürlich würde ich mir wünschen dass wir das hier zu dritt hinbekommen aber der der zuletzt kommt es auch derjenige der zu erst gehen muss und damit war ich fühlte ich mich sicher um konnte wieder als kind alles auf mich zukommen lassen.

00:14:48: Und ich muss sagen, er hat das auch wirklich sehr, sehr smart gemacht.

00:14:51: Sonst wäre ja bis heute nicht mein Bundespapa, ne?

00:14:54: Geil!

00:14:54: Und dich nur eher hatte es smart gemacht, sondern für eigentlich auch deine Mama, die dich angesprochen hat und gesagt hat mit dir ist was... Du konntest es auch erzählen,

00:15:02: d.h.,

00:15:03: du hattest da einen sicheren Hafen bei deiner Mama, ja.

00:15:08: Das ist total schön.

00:15:10: Ja Also wenn man eins mitgeben kann, beobachte dein Kind und rede mit deinem Kind.

00:15:15: Erwarte nicht dass das Kind von alleine ankommt und dir eine Frage stellt sondern wenn du siehst es trägt etwas mit sich herum.

00:15:20: Sprich es an!

00:15:23: Und bleibt dran?

00:15:24: Ich würde gerne ergänzen, bleibt dran.

00:15:26: Ja also ich merke schon auch wenn die Kinder dann sagen ne will ich nichts überreden oder so ein bisschen ablocken weil sie vielleicht nach einem Loyalitätskonflikt sind oder so... zu sagen, okay gut dann lasse ich dich in Ruhe.

00:15:39: Sondern er würde sich sagen, ich möchte mit dir wie deine Mama das auch gemacht hat Franziska!

00:15:42: Ich seh es dir an der Nasenspezia nicht mehr, dass du das jetzt sagst.

00:15:46: Also ich finde wir sind auch ein bisschen in der Verantwortung zu sagen Jetzt sprechen wir darüber weil wir müssen darüber sprechen.

00:15:55: Da kommt ja wieder diese Beziehungsdynamik.

00:15:57: Wenn in der Partnerschaft davor also in beiden Elternteilen einer geflüchtet ist wird das Kind das Jahr auch tun.

00:16:03: Also ich finde, man kann da auch noch mal viel rauslesen und sagen nein.

00:16:06: Und wir klären das jetzt und wir sprechen darüber.

00:16:09: Das finde ich irgendwie ergänzend vielleicht noch ganz wichtig dann nicht mit Vorsicht zu sagen okay den ersten Mal sondern

00:16:16: schon

00:16:16: mit Bedacht aber auch mit der Klarheit und mit einer kleinen Bestimmtheit vielleicht daran zu bleiben.

00:16:21: Genau, das gilt für die Mutter und den Vater.

00:16:25: Für den neuen Partner ist es jetzt nicht ganz so...

00:16:27: Nee!

00:16:27: Für das Leben, fürs leibliche Ende.

00:16:30: Für die neuen Partner auch da wieder, wenn du merkst, dass das Kind irgendetwas hat.

00:16:35: Aber eigentlich bin ich dir richtig auszufragen, aber du spürst es einfach auch da einzuladen in dem man eine Geschichte von sich selbst erzählt?

00:16:43: So, hey ich nehme ... Du nimmst ja was zum Beispiel du nimm's wahr das Kind ist traurig.

00:16:48: Dann sitzt ihr zusammen du spürst auch es möchte eigentlich nicht erzählen und dann kannst du hier also ich hab das dann offensichtlich auf natürliche Art gewaltbar habe ich dann sowas erzählt wie boah kannst du dir das vorstellen?

00:16:58: gestern war ich so traurisch?

00:17:00: Das hat mich so... Ich war so klein und dann hab' ich irgendwie das für mich ... Du erzählst als wärst du ein Radiokommentator deines eigenes Lebens!

00:17:07: Und dann hat das gar nichts mit dem Kind zu tun.

00:17:09: aber es zieht sich daraus auch wieder und merkt so Ach krass, die ist wie ich.

00:17:15: Vielleicht weiß sie es doch?

00:17:16: Na ja, mal gucken und abwarten!

00:17:19: Also da sind wir

00:17:20: auf der Spitzengefühle, ne?

00:17:22: Ja,

00:17:23: das sind wir bei einem guten Thema.

00:17:25: Das hast du gerade oder ihr zwei Schülern eingeleitet.

00:17:28: Lass uns doch mal die Brille jetzt so zusammen von Harald aussetzen also sprich den Menschen, der in ein bereits bestehendes Familiensystem hineinkommt und du hast grad schon so'n bisschen an... Geteasert Franziska, also welche Rolle hat eine Bonus Mama oder ein Bonus Papa in diesem Familiensystem?

00:17:48: Kann man das so klar sagen.

00:17:49: Ja ich würde sagen Also ganz viele reiben sich ja wirklich an den Begriff auf als ich meine wir können auch bei Stiefmutter und Stiefvater bleiben.

00:17:58: Ich finde halt bonus einfach viel positiver aufgeladen weil bei stiefmuter haben wir alle ein bestimmtes Bild von einer bestimmten frauenkopf Was nicht zu uns spricht.

00:18:09: Ja, dann ist es auch so.

00:18:11: Ich finde auch dieses ... Wenn ich das Stiefkind nenne... Es ist doch viel schöner, Bonuskind zu nennen.

00:18:17: Das nicht so, jetzt kommt da etwas, worum ich mich kümmern muss sondern so wow!

00:18:20: Da kommt etwas woran auch ich quasi einen Gewinn habe.

00:18:26: Die Rolle des neuen Partners.

00:18:28: Ich sehe das eher so dass du wie eine Art Mentor bist.

00:18:31: So was früher Kinder ganz normal um sich drum herum hatten mit Oma und Opa.

00:18:35: Was es hier ja nur noch irgendwie bedingt gibt ist sozusagen dann auch der neue Partner.

00:18:41: Du bist ein Mentor, du bist so eine andere Art

00:18:45: Ansprechpartner.".

00:18:47: Mein Bonuskind hat mir das gesagt, da haben wir uns mal drüber unterhalten.

00:18:51: was für ihn... weil ich wollte wissen wie es jetzt für ihn war mit mir!

00:18:55: Also also wirklich mich darauf eingestellt Dinge zu hören die ich nicht hören möchte?

00:18:58: Das konnte ich ja schon die ganzen letzten Jahre üben und wir sind in verschiedene Situationen durchgegangen und er sagte was so schön war Wenn er ein Thema hatte, wo er wusste seine Freunde können ihn nicht helfen.

00:19:09: Und es ist aber zu krass weil er dann gespürt hat das könnte Mama oder Papa Angst machen.

00:19:14: Er hatte halt den Zwischenweg gewählt und mich dann erst mal quasi ins Vertrauen geholt um auch mit jemand Erwachsenen der war nicht so befangen ist eine Einordnung zu schaffen wie er jetzt vielleicht als nächstes handeln darf sollte bestmöglich tun könnte.

00:19:34: Du dich dann dem leiblichen Elternteil gegenüber, deinem Partner gegenüber behältst du es für

00:19:41: dich?

00:19:42: Das kommt drauf an.

00:19:43: Auch da ist wieder wirklich krasses Fingerspitzengefühl gefragt.

00:19:47: Wenn ich mit dem Kind solche Gespräche hatte und dachte, das kann ich alleine nicht hängen oder packen, dann habe ich mit meinem Vater gesprochen weil in diesem Moment meine Bezugsperson Und ich hab ihm nicht eins zu eins erzählt, was mir das Kind gesagt hat.

00:20:06: Ich habe dann nur gesagt, ich glaube es wäre gut wenn ihr jetzt als Eltern-Team zusammen auftreten würdet.

00:20:12: Ja warum?

00:20:12: Wie kommst du da drauf?

00:20:14: Fühl' ich einfach!

00:20:15: Es ist angebracht.

00:20:18: So und dann hab ich nicht gesagt, du musst jetzt das und dieses und jenes machen sondern ich hab so Impulse, ich hab

00:20:23: das so angeboten...

00:20:25: ...und dann war's aber auch so.. Dann war ich meine Aufgabe damit erfüllt.

00:20:32: Ich kann dann auch noch mal nachhaken, aber ich bin aus dem Verantwortungsbereich raus.

00:20:36: Was ich gemacht habe ist, dass ich gefragt habe, hast du mit der Mutter deines Kindes gesprochen?

00:20:42: Hast du es schon geschafft?

00:20:43: Nee, noch nicht!

00:20:43: Okay, ich wollte noch sagen, ich empfinde das als sehr effektvoll, wenn du das tun würdest und dann wird das ja auch gemacht.

00:20:54: Franziska, könntest du es irgendwo festmachen?

00:20:56: Also du hast ja jetzt schon ganz gut geschildert.

00:20:59: Wie du sagst das ist glaube ich nicht nur Fingerspitzengefühl sondern auch so eine Gratwanderung.

00:21:03: Ja inwieweit mische ich mit

00:21:06: einem absoluten Graubereich unter dich.

00:21:10: Gibt's so was du könntest sagen?

00:21:12: also wo dann fühlst du es anders?

00:21:16: Es gibt Menschen die vielleicht nicht so empathisch oder fühlig sind anders unterwegs sind.

00:21:24: Also ihr seht auch die Haut rauf Schiene, wo dann könntest du erkennen

00:21:31: dass

00:21:32: die jetzt absolut die Verantwortung übernimmt obwohl es überhaupt nicht ihre Aufgabe ist oder eher der Bonuspapa?

00:21:39: und wie könnte man erst mal die Frage

00:21:45: Also die Frage ist, woran jemand der noch nicht so bewusst oder feinfühlig so achtsam ist?

00:21:50: Woran er merkt dass er Aufgaben übernimmt, die eigentlich nicht seine liegen.

00:21:53: Also nicht seine sind.

00:21:54: also weil es nicht per se seine Verantwortung ist.

00:21:57: Ich glaube die Menschen, die das tun werden irgendwann merken sie werden irgendwann wütend Sie ärgern sich irgendwann Weil für das alles was sie tun erst nicht zurückgespiegelt wird.

00:22:08: also sie machen und kriegen quasi kein danke.

00:22:12: Ich glaube daran merken die das erste mal, dass es vielleicht etwas viel sein könnte.

00:22:16: Dass sie vielleicht einfach über jede Grenze gehen, dass sie vielleicht erstmal daran überhaupt checken, dass gar keine eigene Grenze haben um das Außenliebe zu tun.

00:22:24: und dann bist du wieder ja vollkommen mittendrin reflektiert mit deinem Spiegel wie du selber bisher Beziehungen gelebt erlebt hast und darfst da auch... Dein Learning drausziehen.

00:22:34: Also warum glaubst du, dass du das für ihn übernehmen müsstest?

00:22:38: Warum traust du ihm nicht zu?

00:22:39: Als ich meine der ist viel länger Vater als du in diesem Konstrukt mit drin bist.

00:22:44: Der wird das schon gut machen und so.

00:22:45: also bis jetzt hat er es geschafft und soll dann noch schief gehen.

00:22:49: Ich glaube, das ist aber generell ein Problem innerhalb von Beziehung.

00:22:52: erst mal, dass jeder eine andere Sprache spricht plus wir Menschen neigend dazu Horende Erwartungen an anderen zu haben.

00:22:59: Wir vergessen nur sie auszusprechen.

00:23:03: Wir vergessen das auszusprechen.

00:23:04: Wir meinen, was wir auf der Stirn könnten auch alle anderen lesen aber das tut es nicht und ich glaube dass sind die ersten Diskrepanzen und das ist dann aber wieder reine Beziehungsarbeit.

00:23:14: also das Ding ist jede Beziehung ist Arbeit mit Patchwork ist würde ich sagen Beziehungen nochmal mehr als ein Turbo für die Beziehensarbeit.

00:23:22: Inwiefern?

00:23:22: weil du sagst man muss noch mehr miteinander sprechen?

00:23:24: Nochmehr die Bedürfnisse Erwartungen äußern?

00:23:27: Ja ja

00:23:28: Also in diesem Konstrukt auf jeden Fall So sei es, dass du ja selber also du selbst lernst dich erst mal kennen indem du merkst wo ist mir eigentlich was zu viel so?

00:23:38: das bedeutet wie kriegen wir das geregelt dass ich trotzdem mich zurückziehen kann auch wenn dein kind da ist.

00:23:44: Wie kriegen wir es gereglt dass wenn nicht gerade selber in sompanik modus verfalle du mir aber ein zeichen gibt's dass sich unsere partnerschaft sicher bin Also, dass du mich dann trotzdem in dem Moment liebst, trägst, hältst.

00:23:57: Auch wenn dein Kind da ist und du eigentlich andere Sachen zu tun hast.

00:24:00: Gibt das auch da wieder die Möglichkeit eines Code Words?

00:24:02: Und wir umarmen uns einfach!

00:24:04: Weil ganz oft ist es so, du brauchst einfach zwischendrin immer wieder die Bestätigung gesehen und gehört zu werden Auch von deinem Partner.

00:24:12: Auch wenn der irgendwie grade denkt, du machst das alles falsch mit dem Kind und du denkst naja du machst es aber alles falsch weil du checkst gar nicht wie du manipuliert bist weil du viel zu sehr drinnen hängst.

00:24:23: Das ist ja übrigens das Benefit wenn die Eltern neue Partner haben.

00:24:28: wir sind da nicht so verstrickt miteinander und das ist irgendwie auch der Preis den wir als sogenannte Außenstehende sein.

00:24:34: uns fallen die Spielereien viel eher auf.

00:24:39: Die Eltern kommunizieren nicht klar, das Kind hat schon gecheckt was es für Knöpfe drücken muss um alles zu bekommen.

00:24:45: Also wir hatten einmal so eine Situation da wurde das Kind ermahnt vom Vater weil irgendwas hat das gemacht was ist nicht genau auf dem Sessel rumspringen.

00:24:52: Das war so ein Klappsessel die gehen halt auch schnell kaputt solltest du's nicht machen und das Kind so... Aber Papi, ich hoffte dich doch so

00:24:58: lieb.

00:24:59: Und da war alles vergessen und ich sitze da so und schaue mir das an und denke mir so, das ist interessant!

00:25:06: Da muss ich ja mal mit dem drüber sprechen weil wenn wir zusammen leben wollen, das stelle ich mir in fünf Jahren.

00:25:12: Wann bin ich schwierig vor?

00:25:14: Franziska, bevor wir in die Perspektive des Kindes wechseln habe ich noch eine spannende Frage oder eine finde ich super wichtige Frage Wie ist es dir?

00:25:22: Es ist aber persönlich.

00:25:23: also du kannst noch sagen nein Wie ist es dir gelungen zu switchen von Franziska zur Partnerin, zur Bonusmutter wieder zur Partnerinnen?

00:25:36: Weil der stell ich mir wahnsinnig schwer vor.

00:25:40: Weil du bist dann in so vielen Gefühlen und in einer anderen Position Und das sind da irgendwie auch drei Leben gefühlt.

00:25:48: Hast du dir ein Ritual auferlegt?

00:25:51: oder wie ist es dir gelungen, da in jeder Situation oder Position doch bei dir zu bleiben?

00:25:57: Oder ist es überhaupt gelungen.

00:25:59: Bei Gott das ist mir nicht immer gelungen und wahrscheinlich auch gar nichts mehr.

00:26:03: Ich glaube zu Beginn war das einfach so diese junge Naivität die ich mit mir rumgetragen habe.

00:26:08: also ich war halt noch recht jung.

00:26:11: Man muss sagen, ich bin per se sehr optimistisch und zuversichtlich.

00:26:15: Ich glaube immer an das Gute.

00:26:16: Und ich denke mir so für irgendwas würde schon gut sein.

00:26:21: Aber es gab natürlich Situationen wo ich auch so krass den Bogen überspannt habe.

00:26:26: Übrigens interessanterweise immer in solch Momenten, wo ich gemerkt hab zwischen Vater und Kind kochtes hoch... ...und ich wollte schlichten!

00:26:35: Ich wollte nicht, dass das knallt.

00:26:37: Ich wollte einfach auch Ruhe und deswegen habe ich ihn versucht zu beruhigen ihm noch mal versucht zu erklären warum er jetzt besser aufhört Und da hab' ich einmal wirklich den Bogen so krass überspannt.

00:26:47: aber wir saßen auch im Flugzeug!

00:26:49: Ich saß zwischen dem Wein...ich wollte einfach einen schönen Urlaub haben ne?

00:26:52: Dass das Kind am Flugzeug dann ganz laut gerufen hat Du hast mir nichts zu sagen du bist nicht meine Mutter!

00:27:01: Alle sich umgedreht und nicht so schön.

00:27:04: Und ich hätte also wirklich, wenn du in dieser Position bist, setz dich nicht in die Mitte?

00:27:08: Was ist der Vater oder das Kind in die Mittel?

00:27:10: Setze dich am Rand!

00:27:11: Wirklich... Du hast in der Mitte auf so einer Reihe nichts zu suchen vor allem diese Diskussionen über Medien- und Zockenkatastrophe.

00:27:19: Ich war natürlich in dem Moment verletzt.

00:27:21: Das ist so das wo wir immer Angst vor haben weil dir niemand erklärt dass es faktisch gesehen erstens richtig ist Zweitens aus einer kompletten Überforderungssituation herausführt.

00:27:32: Drittens, es meistens dem zugrunde liegt dass du auch gar wie mit guter Absicht du das gemeint hast einfach etwas tust was nicht deine Aufgabe ist und Du das überlebst.

00:27:50: Wir haben da so eine Angst vor, dass wir danach so degradiert sind.

00:27:53: Nichts mehr wert, sondern das Leben danach geht weiter.

00:27:56: Also es geht wirklich original weiter!

00:27:58: Es geht ein bisschen angekratzt weiter und dann ist halt auch wieder der Vater gefragt, der dann erstmal Ruhe reinbringt, das gar nicht anspricht einfach guckt, dass sie eine schöne Zeit haben und dann drei Tage später zwei Stühler ranzieht, sagen wir setzen uns hier jetzt mal in den Stuhlkreis sprechen noch mal über die Anreise und was jedem so wichtig ist.

00:28:20: Dann konnte ich sagen, wie ich mich gefühlt habe.

00:28:22: das Kind konnte das sagen und danach war es bei alles gesagt, dass geklärt und dann ging es normal weiter.

00:28:30: Und wie war jetzt aber...

00:28:31: Du

00:28:33: weißt Paar- und Bonusmama also diesen Wie kommst du raus aus dieser Position?

00:28:39: Oder bist du in allen gleich drin?

00:28:43: Also das Ding ist Ich glaube das erste Mal auseinander gesitzt habe mit Rollen die wir so als Frau uns auferlegen, habe ich in der Corona-Zeit.

00:28:50: Weil es dann ja auch zig Coachings und so gab, wo ich da mal beobachtet hab ... Ah!

00:28:53: Jetzt bin ich grad die Ehefrau, jetzt bin ich grade die Bonus-Hotel.

00:28:57: Ich hab das glaube ich früher gar nicht mitbekommen.

00:29:00: In welcher Rolle ich aktiv war?

00:29:01: Ich hatte da keinen Auge drauf.

00:29:04: Ich habe einfach nur gewusst, dieses Kind gehört zu diesen Menschen, denen ich über alles liebe.

00:29:10: Es ist ein Teil von ihm, es wird immer ein Teil sein, weil ich diesen Menschen liebe Und dann habe ich einfach versucht, nach bestem Gewissen und Wissen zu handeln.

00:29:20: Habe ich alles richtig gemacht?

00:29:21: Bei Gott nicht!

00:29:23: Heute ... heute... Ich würde manche Dinge echt nochmal anders machen aber sie führten ja auch irgendwie dazu dass ich heute die bin, die ich bin Die, die mich damals sehr gerne an meiner Seite gewünscht hätte weil ich war damals wirklich noch allein und isoliert.

00:29:36: Wenn ich mich da mal einer Frau anvertraut habe hieß es hell Aber du bist doch nicht die Mutter

00:29:41: oder

00:29:42: aber hey Du wusstest doch worauf du dich da einlässt

00:29:46: Ja.

00:29:47: Und deswegen machst du

00:29:49: das?

00:29:49: Ich glaube, dass es gar nicht so viel Sinn macht alles... Das macht auf gar keinen Fall Sinn.

00:29:54: Es verstehen zu wollen, verstehen kommt immer zur allerletzten Meinung.

00:29:58: Meine Meinung!

00:29:58: Ich habe nicht erst verstanden warum Laufen für mich gut ist.

00:30:01: ich hab Laufen gelernt und irgendwann später verstanden was der Sinn dahinter ist weil ich mich so schneller bewegen kann.

00:30:06: Genauso auch beim Lesen, ich habe nicht erstmal verstanden, dass mir lesen hilft bei dem Lesen sondern ich habe gelernt zu lesen und hinterher jetzt war eigentlich ein Buch in der Hand ab denke ich mir sagen Dafür war es gut.

00:30:16: Also etwas verstehen zu wollen, finde ich per se schon mal verkompliziert.

00:30:20: alles.

00:30:22: Wenn wir immer so ergründen wollen mache jetzt das mache ich das dann verpassen wir eigentlich dass was wir tun können in dem moment nämlich zu agieren.

00:30:29: Eigentlich das zu viel plane also wirklich einfach das haben großes oftens herz also irgendwo.

00:30:36: das muss ja das muß ja geschehen.

00:30:37: also sonst hätten die zwei menschen sich auch nicht verliebt.

00:30:40: hab ein großes aufnes hart.

00:30:43: Nimm das nicht persönlich.

00:30:45: Diesen Satz habe ich auch viel zu spät in meinem Leben integriert gehabt, so... nimm es nicht persönlich!

00:30:52: Es ist nichts Persönliches an dem Moment weil wenn ich auf jemandem irgendwie gerade wütend bin, weil weiß ich nicht deren Schalter irgendwie gedrückt hat oder umgelegt hat, ist er ja das ja auch nicht persönlich.

00:31:04: und der intuition folgen also irgendwie.

00:31:07: wir sind ja alles erwachsene menschen haben gewisse erfahrung im leben gemacht und es einfach so dich da durch zu surfen ohne etwas.

00:31:16: Zur haben zu wollen immer daran denken willst du recht haben oder willst du glücklich sein?

00:31:25: beides zusammen geht nicht.

00:31:29: das ist ein schöner satz.

00:31:31: Den habe ich tatsächlich von meinem Mann.

00:31:34: Ich durfte die nämlich auch mal interviewen, weil sie jetzt sechsundzwanzig Jahre zusammen Geschäftspartner sind und dann hab' ich die gefragt was deren Geheimnis ist.

00:31:42: und dann zählen die so paar Punkte auf.

00:31:44: und dann dieses Motto was die beide haben will zu Recht haben oder glücklich sein?

00:31:50: Und ich finde, das merkt man auch an dem was du erzählst.

00:31:54: Nämlich dass dein Partner dann soweit reflektiert ist die Studien zusammen nimmt im Urlaub und sagt so und jetzt setzen wir uns mal hin und sprechen darüber Also das heißt den Samen in denen du da sehst der muss auf fruchtbaren Boden fallen Das dürfen wir nicht vergessen.

00:32:08: Dass es dafür zwei Menschen gibt Die ein Jahr zueinander sagen müssen und immer wieder in die Bereitschaft gehen Gemeinsam über Konflikte zu sprechen über verschiedene Themen zu sprechen und eben das auch mitzunehmen, ja letzten Endes.

00:32:27: Ich würde jetzt weil ich vergalopieren uns sonst ein bisschen mit der Zeit.

00:32:31: ich bin hier immer so ein bisschen der zeitwächter.

00:32:34: lasst uns

00:32:35: nur gerne noch einen Punkt zu dem Partner auch da nicht die Erwartung zu haben, dass dein Partner sich selber so schnell mitentwickelt wie du dich selbst.

00:32:44: Du bist oft der Vorreiter und wenn du dann sagst zu deinem Partner mach mal dies, mach mal das, liest das mal oder ist das alles mit einem Zeigefingermove?

00:32:52: Auch da macht die Entwicklung für dich selber kommentiere es wie ein Radiomoderator, was für dich für Erkenntnis aufploppt.

00:32:59: Ich habe da ein Video gesehen und das wurde gesagt, dadurch habe ich erkannt bei mir ist das so das und nicht so du hast das ausgelöst und so ne?

00:33:05: Also dann kommt fast schon von ganz alleine weil wenn wir auch diesen Menschen glauben dass der einfach nunftswesen ist Dann passiert dieser move, dass der dann halt stühler anzieht.

00:33:17: Ja also das heißt Du Gehst davon aus dass diese move bei deinem partner nicht passiert wäre wenn du sozusagen nicht vorher gezeigt hättest, wie es funktionieren kann.

00:33:28: Oder

00:33:29: also...

00:33:30: Wie du's lebst oder wie du's eher lebst?

00:33:33: Also

00:33:34: was auch immer du von deinem Gegenüber möchtest, Taten sind immer lauter als Worte.

00:33:40: Also das einfach vorzuleben so wie würde man selber behandelt werden wollen in schwierigen Situationen.

00:33:46: Also wenn ich weiß ich nicht mit dem falschen Fuß aufstehe und ich bin mega schlecht gelaunt und so.

00:33:50: Was möchte ich?

00:33:51: dass mein Partner mir das dann vorhält?

00:33:53: oder dass er mich fragt Willst du Liebe oder brauchst du eine Lösung?

00:33:57: Naja, ich möchte das ja mich fragen.

00:33:58: Brauchst Du Liebe?

00:33:59: also das bedeutet einfach nur am Arm oder Lösung kann ich dir bei deinem Problem gerade helfen.

00:34:03: Also bin nicht dann einfach selbst so Ich lebe das quasi voraus Dass ich es gut finde.

00:34:10: wenn ich möchte dass über Probleme gesprochen wird und ich habe ein problem fange ich an über das problem zu sprechen Und nicht darauf zu warten dass jemand merkt auch hast du ein problem und soll darüber sprechen.

00:34:20: Ja Gleichzeitig Franziska, bleibe ich trotzdem bei der Ansicht.

00:34:25: Es braucht ein Gegenüber, der es zumindest sieht und auf einem ähnlichen Wege unterwegs ist.

00:34:32: Und das ist vielleicht auch das, warum man manchmal Patchwork-Situationen oder eben auch Beziehungen letztendlich... Das was du gerade erzählst kann man ja auf jede Beziehung oder Verbindung, wo freundschaftlich oder partnerschaftlich eins zu eins quasi drüber legen.

00:34:49: Also es braucht Ein Verständnis von, wir wollen beide eine schöne Familie, eine glückliche Familienkonstellation.

00:35:02: Wir wollen beides zusammen sein!

00:35:05: Wir wollen nicht gegeneinander kämpfen sondern wir wollen ein Miteinander kreieren.

00:35:11: und da glaube ich schon das ist ein Lernfeld und ein Übungsfeld und Patchwork je mehr ich dir zuhöre Kratzes Übungsfeld und kratzes Lernfeld.

00:35:22: Das

00:35:22: ist quasi der Brandbeschleuniger für die persönliche Entwicklung?

00:35:26: Ja,

00:35:27: wahrscheinlich ja!

00:35:28: Und manche verbrennen und manche schaffen es raus.

00:35:34: Okay, ihr zwei lasst uns mal in die Perspektive des Kindes schlüpfen.

00:35:38: Wir haben bisher sehr auf die Erwachsenen geschaut.

00:35:41: Jetzt wollen wir noch mal die Perspektive wechseln und uns anschauen, was diese neue Familienkonzernation auch für das Kind bedeutet.

00:35:46: Also was brauchen denn Franziska?

00:35:48: Du hast schon ein bisschen etwas auch erzählt ne?

00:35:51: Was brauchen Kinder damit sie hier auch eine Beziehung oder ich sehe immer eine Verbindung zu dem Bonuselternteil entwickeln dürfen ohne in einen Loyalitätskonflikt zugeraten?

00:36:03: Zeit!

00:36:04: Also Sie brauchen tatsächlich Zeit.

00:36:07: Vertrauen entsteht nicht von heute auf morgen sondern durch eine Aneinanderreihung von Ereignissen, Tagen und Taten wo sie sehen, ah sie ist immer noch da.

00:36:18: Also nicht dass das sicher ist so... Du weißt ja auch nicht was Kinder aufschneppen.

00:36:25: Oft ist es ja so.

00:36:26: ich glaube das passiert unbewusst.

00:36:27: Ich glaube wirklich kein Mensch steht morgens auf und denkt sich wie kann ich heute am bestmöglichsten anderen schaden?

00:36:33: Sondern das passiert auf einer unbewussten Ebene Aufgrund von Trauer, Wut, Ärger irgendein Träger.

00:36:40: Irgendeine Äußerung, irgendeinen Satz den man gelesen hat aufgestappt hat.

00:36:45: Also das was da passiert weil du weißt ja auch nicht... Was hört das Kind zum Beispiel?

00:36:48: So Ja aber abwarten ist sowieso nur die Neue.

00:36:52: Da hat er schon eine neue.

00:36:53: wer weiß der ist nur in der Midlife Crisis so.

00:36:55: dann sind die Kinder dann brauchen sie halt erst mal Vertrauen finden Sicherheit und dass es über Zeit so Liebe Geduld Zeit Zuversicht

00:37:06: Zeit und Kontinuität?

00:37:08: Ähm, Kontinuität auch.

00:37:10: Also dass es wirklich auch so Dinge gibt die sich so etablieren das dann halt einen Rhythmus reinkommt eine Regelmäßigkeit reinkommen was natürlich wünschenswert ist wenn bei der Elternteile dementsprechend auch kooperativ zueinander sind und das schaffen auf die Eltern eben nur zu kommen.

00:37:26: aber im meisten also die erste Antwort ist Zeit.

00:37:29: Kinder brauchen Zeit und Kinder brauchen Sicherheit indem man halt quasi mit denen über mögliche Bedenken, die sie haben aber das selber nicht zuordnen oder artikulieren können einfach darüber spricht und dass den versucht auch hier wieder übertaten zu nehmen.

00:37:48: Und wie würdest du sagen wenn Kinder also ich denke jetzt gerade nach wenn sich zwei Partner finden muss dann auch Bonusgeschwister gibt?

00:37:58: Das macht ein ganz neues Feld auf!

00:37:59: Das ist nochmal eine ganz andere Persönlichkeitsentwicklung.

00:38:02: Das ist auch etwas, wo ich gerne an Kolleginnen verweise die wirklich in dieser Situation sind.

00:38:08: Weil das ist einfach eine Konstellation und es ist ein Erlebnis.

00:38:11: Ich habe das nicht erlebt.

00:38:12: Das kann ich nur auf Höhrensagen berichten Und da bin ich hier oder den einen oder anderen schlauen Tipp Aber ich komme nicht aus dieser Situation.

00:38:23: Da verweise ich gerne An Experten, denen sie dasselbe machen aber eben mit dem neuen Partner dann noch Kinder bekommen haben.

00:38:33: Du hast uns ein Beispiel mitgebracht aus deiner Begleitung, wo es um das Kennenlernen des neuen Partnern geht.

00:38:43: Ja also auch die Perspektive des zweiten Elternteils mit hineinzunehmen als ich habe mal eine Mama begleitet Die wurde betrogen von ihrem Partner und ging es viel um erstmal Selbstwert usw.

00:38:59: Und dann ging's aber auch darum, dass sie sagte so ich habe auf der einen Seite eine riesen Schiss Eine ganz große Angst dieser Frau zu begegnen und auf der anderen Seite ist ein Anteil in mir Der das gerne möchte, weil diese Frau nun Kontakt mit unserem, der glaube ich fünf Jahre alter Sohn, mit unserem fünf-jährigen Sohn hat.

00:39:18: Und da sind wir gemeinsam hineingegangen und haben das Gespräch vorbereitet.

00:39:24: Sie kam aus diesem Gespräch heraus sehr gestärkt

00:39:28: also

00:39:28: sie hat Selbstwirksamkeit gespürt, sie war froh dass sie losgegangen ist und nicht gewartet hat, weil bei ihr war die Fantasie!

00:39:38: Riesig.

00:39:39: Also

00:39:40: beide Seiten, ne?

00:39:41: Beide Seiten haben so eine riesige Fantasieblase wo ich immer sage ja gut jetzt lässt sich viel vermuten warum wieso weshalb nachfragen der kürzere Weg

00:39:51: richtig genau und danach hat sich nach diesem Gespräch hat sich nämlich so vieles verändert nicht nur für sie sondern eben auch für die zweite Person letzten Endes weil Sie war ja nun auch noch die Person mit der ihr Partner sie betrogen hat.

00:40:10: Also, da kommt ja so vieles zusammen und deswegen

00:40:13: noch mal...

00:40:14: Da finde ich diesen Schritt halt auch so großartig den wirklich zu gehen von sich aus zu gehen und loszugehen und die fragt sich da auch ein bisschen anschließt.

00:40:24: also eigentlich gibt es diese schon so obsolet.

00:40:27: also einen Kennenlernen zwischen den Erwachsenen ist doch total hilfreich oder?

00:40:33: Ist hilfreich?

00:40:35: ist bestimmt hilfreich, es auch total erwünschenswert jedoch nicht immer möglich.

00:40:41: Also deswegen in der Konstellation die du gerade beschrieben hast, ist das total groß dass die Mama das gemacht hat, dass sie wirklich quasi sich daran erinnert hat dass auch sie Eier hat und selbstwirksam quasi durchs Leben gehen kann weil es wäre nicht möglich also glaube ich aus der Position der neuen Partnerin wäre das nicht möglich gewesen das anzuleiern Reinspielt wie schuldgefühle schlechtes gewissen angst, wie sie auf einen reagiert.

00:41:09: Ich meine wir wohnen ja alle sozialisiert und konventioniert.

00:41:12: Wir wissen es kann nur eine geben die Und wir kennen das ja auch aus film wo dann so Das spielt er ja auch alles mit wenn dass?

00:41:22: Also da kann der vater halt auch gut ne ne Schnittstelle sein wenn dass er dann vermittelt.

00:41:27: Aber dafür braucht auch der Mann wieder das Bewusstsein, dass man nicht schlecht über die Ex-Frau spricht nur um auch der Neuen zu gefallen.

00:41:34: also wie gesagt ich gehe davon aus, dass wir alle sehr liebensvolle, liebswürdige und vernunftsmenschen sind.

00:41:43: Das gibt es aber, dass das halt mehr Ausnahmen sind als dass das die Regel ist.

00:41:47: Das würde ich mir wünschen.

00:41:49: Ich weiß nicht wirklich weltweit da draußen ist.

00:41:53: Was da passiert ist auf jeden Fall absolut wünschenswert.

00:41:57: Was aber möglich ist, dass man das habe ich selber auch gemacht.

00:42:03: Also wenn uns etwas triggert durch den anderen Elternteil.

00:42:07: Dann sind wir weil wir erwachsen sind egal in welcher Position ob jetzt der Vater oder die neue Partnerin oder der neue Partner In dem Moment der Erwachsene.

00:42:15: Das bedeutet Wir müssen unsere eigenen Gefühle und Emotionen auf die Kette kriegen um dann neutral Minimum Neutral zu sein weil wir wieder im Umgang mit dem Kind sind.

00:42:24: Ich finde schon, dass das unsere Aufgabe ist.

00:42:26: Dass wir unseren Scheiß dann nicht noch zusätzlich auf das Kind packen was ja nun schon genug mit sich rumträgt von den Eltern.

00:42:32: Was habe ich dann gemacht?

00:42:33: Ich hab Briefe geschrieben!

00:42:35: Ich habe das rausgeschrieben um diese Energie aus meinem Körper zu bekommen und da einmal das auch quasi energetisch dahin zu schicken wo ich der Meinung damals war, dass die richtige Adresse ist Und habe diesen Brief aber nicht abgeschickt sondern einfach mir aus dem System geschrieben, weil während ich das aufgeschrieben habe, kriegte ich dann schon wieder ein Gefühl dafür Verständnis zu entwickeln warum sie XY so gemacht hat und gehandelt hat was auf mich persönlich wie einen Angriff wirkt.

00:43:03: aber Sie hat nicht mich angegriffen.

00:43:04: Sie hat einfach nur für sich nach Bestwissen und Gewissens.

00:43:07: Also dass ist schon möglich auch über Briefe schreiben, weil Wir sind umgeben von Energie.

00:43:13: Wir haben eine Aura wenn Ich jetzt gestochen wird von der Tarantel und so angestochen das strahlt aus.

00:43:20: Ob man sich sieht oder nicht, ob man in der selben Stadt wohnt oder nicht – das strahlt so aus und dieses Aufschreiben sorgt dafür dass wieder ruhiger und auch neutraler wird.

00:43:29: Das bedeutet der andere spürt schon gar nicht mehr, dass er eigentlich direkt wieder angreifen muss.

00:43:35: Die Verantwortung hat man selbst.

00:43:37: also das ist wünschenswerter, aber es ist der Weg der Persönlichkeitsentwicklung den wir Menschen irgendwann früher oder später einstlagen durch einen Schicksal zum Beispiel.

00:43:49: Und da unterstützt du ja auch in deiner Arbeit, oder Franziska?

00:43:55: Wir alle wissen dass das immer ein Prozess ist und es ja zum Glück Begleiterinnen gibt wie Katja, wie dich, wie mich.

00:44:06: Machst sogar ganz kurz was erzählen, wie du Eltern unterstützt in den Patchwork-Situationen!

00:44:16: Also das ist wie das entstand ist, dass es auch wieder eine andere witzige Geschichte.

00:44:22: Ich habe einfach also ich hab die ganze Zeit immer so gemacht in Stories, das nennt sich der Bonus Weekly Talk da gebe ich ein Thema vor und die können mir meine Fragen ständig antworten drauf.

00:44:31: und das ist so viel geworden!

00:44:34: Und weil daher auch die Hintergrundgeschichte fehlt, was ich irgendwann gesagt habe hey die nächste Stufe ist Clarity Talk So eins zu eins für forty Minuten wir zusammen Da gibt's vorher ein Fragebogen, da hab ich so sechs Fragen drin.

00:44:45: Seit wann seid ihr in der Beziehung?

00:44:47: Wie viele Kinder sind das?

00:44:48: Wie fühlst du dich jetzt vor dem Gespräch?

00:44:50: Wie möchtest du dich nachfühlen?

00:44:52: Dann treff' ich mich mit dieser Frau und dann geht es einfach nur.

00:44:55: sie erzählt... ...und ich sag dann, wenn ich einen Impuls habe melde ich mich!

00:44:58: Ansonsten erzähle erstmal, weil das löst schon super viel, wenn du das einfach mal aussprechen kannst.. ..und dann nur jemand sitzt, ich verstehe

00:45:07: dich.".

00:45:09: Ich verstehe, dass ich war auch in der Situation und dann erzähle ich wieder eine Geschichte von mir was ja so ein Perspektivwechsel schon beinhaltet.

00:45:17: Dann geht es auch mal mehr auf Gedankenhygiene.

00:45:20: also was denkst du selber über dich den ganzen lieben Tag?

00:45:24: Ja gut, dann auch unbewusst über andere.

00:45:26: Also darf bin ich ein Fan von mich immer zu fragen was hat das mit mir zu tun?

00:45:30: Also zum Beispiel du nimmst wahr die Mutter des Kindes deines Partners ignoriert dich, dann ist meine Frage okay was hat mit dir zu tun, wo ignorierst du dich dann selbst und andere in jedem deiner Lebensbereiche?

00:45:44: Kannst du da einmal... Ja, da haste Hausaufgaben.

00:45:46: Da bist Du beschäftigt!

00:45:46: Da hast Du keine Zeit mehr über sie nachzudenken.

00:45:49: Da kehrst Du in Deinem eigenen Weise richtig, ne?

00:45:52: Bringst Du Dich auf Vordermann.

00:45:54: Weil sorry alleine dieses Wo ignorierest du Dich

00:45:56: selbst?!

00:45:57: Ja..da haben wir doch genug zu tun!

00:45:59: So wann...?

00:46:02: Du merkst du musst auf Toilette aber du ignoriertest es weil passt grad nicht.

00:46:07: Was brauchst du noch für Zeichen zum Beispiel?

00:46:11: Du hast eine ganz leichte spielerische Art, wo man sich wirklich gut aufgehoben und verstanden fühlt.

00:46:17: Also vielen lieben Dank dafür dass wir da auch ein bisschen Einblick haben dürfen!

00:46:21: Und wir haben ja jetzt so ein paar verschiedene Perspektiven betrachtet im Patchwork System Und das geht ja irgendwie auch so ein bisschen was anderes braucht, also ein bisschen etwas anders geben kann.

00:46:33: Die eigenen Grenzen zu wahren und die Verantwortung da zu lassen wo sie hingehört.

00:46:38: Du hast vorhin gesagt dass alles eine Grauzone ist und genau da wahnsinnig viel miteinander zu sprechen, zu kommunizieren.

00:46:44: Auch die Bedürfnisse zu äußern gerade in Unsicherheiten, Zweifel kommen!

00:46:49: Ich habe jetzt noch eine Abschlussfrage an dich.

00:46:52: Wenn ein Kind mit Fünfundzwanzig Jahren auf seine Kindheit zurück schaut und sagt meine Eltern haben sich getrennt.

00:47:00: Und trotzdem hat ich eine schöne Kindheit.

00:47:03: Könntest du kurz zusammenfassen?

00:47:05: Was haben die Erwachsenen, also alle in dem System, im Patchwork-System, wichtig gemacht?

00:47:13: mit zwei, drei Sätzen?

00:47:18: Also zum einen überlege ich gerade, wie war es bei mir selber?

00:47:22: Was hat meine Mutter, was hat mein Bonuspaparicht gemacht.

00:47:26: Andererseits überlege auch, was haben wir jetzt an sich richtig gemacht?

00:47:32: In einem Satz ist es glaube ich einfach... Schau immer bei dir selbst!

00:47:39: Versuche nicht die anderen zu ändern, sei es dein Partner oder auch die Mutter oder das Kind sondern dich immer halt zu fragen Was macht das gerade mit mir und was ist das für ein Hinweis?

00:47:51: So, weil oft ist es ja etwas, was wir uns selbst nicht erlauben oder was wir selber gerne hätten.

00:47:55: Uns aber nicht eingestehen können.

00:47:57: jetzt weiß ich die Antwort.

00:47:58: Jetzt kommt in den unterschieden die gemeinsamkeiten finden.

00:48:11: Sehr schöner

00:48:12: Abschlusssatz

00:48:13: Den würde ich jetzt so stehen lassen.

00:48:15: und Franziska vielen, vielen Dank für dein Dasein.

00:48:19: Für deinen Wirken auch in den Patchwork-Familien.

00:48:23: also wenn ihr noch mehr über Franziska erfahren wollt dann schaut gerne in unsere Show-Nots.

00:48:28: Und wenn du jemanden kennst der ja, für den diese Folge einfach wichtig sein könnte Dann leite sie gerne weiter bewerte uns und folge uns einfach weiter für weitere tolle Gespräche mit werbvollen Gästen und Gästinnen.

00:48:42: Und ja, wir sorgen

00:48:44: dafür dass dein Kind später einmal sagen wird ich hatte eine schöne Kindheit trotz der Trennung meiner Eltern und sagen bye-bye und bis zum nächsten Mal.

00:48:56: Bis bald!

00:48:57: Danke Franziska.

00:48:58: Tschüss!

00:49:01: Das war eine neue Folge von

00:49:03: Starke Trennungskinder.

00:49:05: Schön, dass du dabei warst.

00:49:08: Abonniere gerne unseren Podcast und schau in die Shownotes,

00:49:11: dort findest

00:49:12: du alle Links-und Infos zur Folge.

00:49:15: Wenn dir die Episode

00:49:16: gefallen

00:49:16: hat freuen wir uns sehr wenn Du den Podcast bewertest

00:49:20: oder

00:49:20: weiter empfiest!

00:49:21: So können noch mehr Eltern

00:49:23: von unseren Impulsen profitieren

00:49:25: – für dich?

00:49:27: Und dafür

00:49:27: dass euer Kind später einmal sagen kann Ich hatte eine schöne Kindheit trotz der Trennung meiner Eltern.

00:49:35: Bis bald Deine Katja und deine Zuzane.

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